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Péter Nádas gestorben: Ungarn trauert um seinen Literaturgiganten

Péter Nádas
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Von Ferenc Szekely
Zuerst veröffentlicht am
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Mehrfach als Nobelpreiskandidat gehandelt, gestorben in seinem Haus in Gombosszeg: Der ungarische Schriftsteller Péter Nádas hinterlässt ein literarisches Lebenswerk von internationalem Rang.

Der ungarische Schriftsteller, Dramatiker und Essayist starb am Mittwoch im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Gombosszeg, wie die Familie über sein offizielles Facebook-Profil mitteilte.

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Nádas war Träger des Kossuth-Preises und des József-Attila-Preises und galt als eine der bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen ungarischen und europäischen Prosa. Der 1942 in Budapest geborene Autor begann seine Laufbahn als Fotojournalist und Reporter, bevor er sich mit seinen Romanen, Erzählungen und Essays internationalen Ruhm erwarb. Seine Werke erschienen in zahlreichen Sprachen, immer wieder wurde er auch als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt.

Seine Prosa zeichnete sich durch eine außerordentlich präzise Erforschung persönlicher Erinnerung, der Geschichte, des Körpers und menschlicher Beziehungen aus. Zu seinen wichtigsten Werken zählen „Egy családregény vége", „Emlékiratok könyve" (Buch der Erinnerung), das monumentale „Párhuzamos történetek" (Parallelgeschichten), „Saját halál" sowie „Világló részletek", ein Buch, das sich sowohl als Memoir wie auch als historische Selbstabrechnung lesen lässt.

Nádas zählte nicht nur in Ungarn, sondern besonders in Deutschland und in der internationalen Literaturszene zu den prägenden Autoren seiner Epoche.

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