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Dürre legt Fossilien und Kriegsschiffswracks an der Donau frei

Niedriger Wasserstand der Donau bei Rasova in Rumänien.
Niedriger Wasserstand der Donau bei Rasova in Rumänien. Copyright  AP Photo/ Vadim Ghirda. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Copyright AP Photo/ Vadim Ghirda. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Von Harry Bligh mit AFP
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In Bulgarien haben Archäologen an einem Flussabschnitt die Fundamente einer Brücke untersucht, die vermutlich im Jahr 328 gebaut wurde.

Die Donau, Europas zweitlängster Fluss, führt so wenig Wasser wie noch nie. Zuvor hatte Hitze weite Teile des Kontinents ausgetrocknet. Durch den niedrigen Pegel kommen nun erstaunliche Funde zum Vorschein.

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Im Norden Bulgariens durchsuchen Freiwillige ein ausgetrocknetes Flussufer nahe der Stadt Russe, nachdem dort im vergangenen Monat ein Mammut-Unterkiefer und Stoßzahnfragmente entdeckt wurden. Bei der jüngsten Suche stießen sie auf versteinerte Austern, die Schätzungen zufolge rund 60 bis 65 Millionen Jahre alt sind.

Der Mammutfund hat einen Ansturm von Menschen ausgelöst, die nun selbst im Flussbett nach verborgenen Schätzen suchen wollen. Freiwillige erhalten jedoch die klare Warnung, Metallteile im Flussbett nicht anzufassen. Sie könnten aus dem Krieg stammen und Munition oder Sprengstoff enthalten.

Weiter flussaufwärts, nahe dem Dorf Gigen, können Archäologen nun die Fundamente einer Brücke untersuchen. Nach ihren Angaben entstand sie im Jahr 328 unter Kaiser Konstantin I.

Relikte des Zweiten Weltkriegs

Anfang August legte der sinkende Pegel in Österreich die Wracks zweier deutscher Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg frei.

Laut Berichten lokaler Medien wurden die Schiffe 1945 in Kämpfen beschädigt und anschließend von ihren eigenen Besatzungen versenkt.

Weitere zuvor versunkene Schiffe der Nationalsozialisten kamen nahe der serbischen Stadt Prahovo zum Vorschein.

Und in Ungarn kamen in einem Donauabschnitt in Budapest ein Kriegs-Motorrad und die sterblichen Überreste zweier deutscher Soldaten zum Vorschein, wie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mitteilte.

Europa erlebt extreme Dürre

Daten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zeigen, dass die Abflüsse großer europäischer Flüsse im Juli teilweise auf den niedrigsten Stand seit Beginn der EFAS-Aufzeichnungen im Jahr 1992 sanken.

Die Dürre der letzten Monate bringt die Binnenschifffahrt massiv in Schwierigkeiten und setzt auch Atomkraftwerke unter Druck, die normalerweise Flusswasser zur Kühlung nutzen.

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