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Malaria am Frankfurter Flughafen: Zwei Beschäftigte gestorben

Dieses 2014 zur Verfügung gestellte Foto der US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zeigt ein stechendes Weibchen der Mückenart Anopheles funestus.
Dieses 2014 zur Verfügung gestellte Foto der US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zeigt ein stechendes Weibchen der Mückenart Anopheles funestus. Copyright  AP Photo
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Von Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am
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Am Frankfurter Flughafen sind mehrere Beschäftigte an Malaria erkrankt. Zwei Mitarbeiter sind inzwischen an den Folgen der Infektion gestorben, wie das Frankfurter Gesundheitsamt mitteilte. Insgesamt sind derzeit sechs Beschäftigte bekannt, die sich während Arbeit am Flughafen infiziert haben.

Die ersten Erkrankungen waren bereits im Juli bekannt geworden. Das RKI hatte zunächst vier Fälle bestätigt: die Betroffenen waren zwischen dem 4. und 6. Juli 2026 erkrankt. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen kam ein weiterer Fall hinzu: Der Erkrankungsbeginn lag am 15. August, der Patient starb am 19. August und die Malaria wurde zwei Tage später nach seinem Tod diagnostiziert.

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Die Ursache wird bei den Fällen in einer sogenannten Flughafen-Malaria vermutet. Das Robert Koch-Institut (RKI) geht davon aus, dass eine mit Malaria infizierte Anopheles-Mücke mit einem Flugzeug aus einem Malariagebiet nach Frankfurt gelangt sein könnte. Die Mücke könnte sich etwa im Frachtraum oder Gepäckbereich eines Flugzeugs befunden haben. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch spielt bei dieser Form der Malaria nach Angaben des Frankfurter Gesundheitsamts keine Rolle.

Um die mögliche Infektionsquelle zu finden, wurden am Frankfurter Flughafen Mückenfallen aufgestellt. Gefangene Mücken sollen im Tropeninstitut in Antwerpen genetisch untersucht werden. Dadurch soll unter anderem geklärt werden, woher die Tiere stammen.

Malaria wird durch den Stich infizierter Anopheles-Mücken übertragen. Besonders die durch Plasmodium falciparum verursachte Malaria tropica kann schwer verlaufen und ohne rechtzeitige Behandlung tödlich sein. Typische Symptome sind unter anderem Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, auch Erbrechen und Durchfall können auftreten. Gerade bei Menschen ohne vorherige Auslandsreise kann die Diagnose schwierig sein, weil zunächst nicht unbedingt an Malaria gedacht wird.

Für Reisende besteht nach bisheriger Einschätzung nur ein sehr geringes Risiko. Flughafen-Malaria ist in Deutschland äußerst selten. Auch das RKI bezeichnet das als seltenes Ereignis: der letzte dokumentierte deutsche Fall trat 2023 ebenfalls am Frankfurter Flughafen auf.

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