Die Polizei ermittelt. Fernsehbilder zeigen, wie Personal Fahrgäste aus der 60 Meter hohen Achterbahn Goliath in Sicherheit bringt.
In einem Freizeitpark der Kette Six Flags im US-Bundesstaat Georgia ist eine Person nach einem Zwischenfall in einer Achterbahn ums Leben gekommen, mehrere weitere wurden verletzt. Der Betreiber stellte am Montag aus Vorsicht neun ähnliche Bahnen in sechs seiner Parks vorübergehend ein.
Ein Sprecher von Six Flags erklärte, die Attraktionen, die der betroffenen Bahn in Six Flags Over Georgia ähneln, blieben „aus reiner Vorsicht“ geschlossen.
Der Park liegt rund 24 Kilometer nordwestlich von Atlanta. Die Behörden machten bislang keine Angaben dazu, wie die Person starb, wie die anderen sich verletzten oder in welchem Zustand sie sind. Die Abteilung für Schwerverbrechen der Polizei im Bezirk Cobb County ermittelt.
Der Sprecher sagte, der Park und die örtlichen Behörden hätten sofort reagiert. Six Flags arbeite eng mit den Ermittlern zusammen.
„Wir sind zutiefst betroffen von dem Vorfall mit einem Gast in unserem Park heute“, erklärte der Sprecher und fügte hinzu, das Unternehmen unterstütze die betroffenen Besucherinnen, Besucher und Mitarbeitenden.
Weder die Behörden noch Six Flags nannten zunächst den Namen der Bahn. Lokale Fernsehsender zeigten jedoch Bilder, wie Fahrgäste aus der Achterbahn Goliath evakuiert wurden.
Laut der Website des Parks wurde Goliath 2006 eröffnet, erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 70 Meilen pro Stunde, rund 113 Stundenkilometer, und eine Höhe von 200 Fuß, etwa 61 Meter. Während der knapp dreieinhalbminütigen Fahrt „rasen die Gäste durch messerscharfe Kurven und über gewaltige Hügel“, heißt es dort.
„Ich kann mir den Schrecken, den die Besucherinnen, Besucher und Beschäftigten heute erleben mussten, kaum vorstellen, und mein Herz ist bei der Familie, die einen geliebten Menschen verloren hat“, sagte Lisa Cupid, Vorsitzende des Cobb County Board of Commissioners. Die Angehörigen des Opfers seien informiert worden.
Cupid bezeichnete den Park als wichtigen Teil der Tourismuswirtschaft des Bezirks, der Gäste aus dem gesamten Südosten der USA anziehe.
„Wir alle ringen damit, wie etwas so Verheerendes an einem Ort geschehen kann, der über Generationen hinweg so vielen Familien schöne Erinnerungen geschenkt hat“, sagte sie.
Nach Angaben der auf Freizeitpark-Unfälle spezialisierten Kanzlei Doan Law Firm ist es mindestens der siebte Todesfall in dem Park in Georgia. Dazu zählt auch ein Fall aus dem Jahr 2006, bei dem ein Mann mutmaßlich während einer Fahrt mit Goliath einen Herzinfarkt erlitt.