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Richter ordnet an: Trump muss bis 11. Dezember im BBC-Verleumdungsprozess aussagen

Das BBC-Logo ist am 12. November 2025 vor der Firmenzentrale in London zu sehen.
Das BBC-Logo hängt am Hauptsitz des Unternehmens in London, aufgenommen am zwölften November 2025. -  Copyright  AP Photo
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Von Greta Ruffino
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Der Sender BBC wirft Donald Trump vor, seine Aussage vor Gericht bis Januar 2027 gezielt verschleppen zu wollen.

Ein US-Bundesrichter hat US-Präsident Donald Trump am Donnerstag verpflichtet, bis zum elften Dezember zu einer Aussage unter Eid zu erscheinen. Es geht um seinen Verleumdungsprozess über zehn Milliarden Dollar (8,6 Milliarden Euro) gegen die BBC.

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Die Anordnung der US-Richterin Enjoliqué Lett folgte, nachdem die Anwälte der BBC Trump vorgeworfen hatten, sein Erscheinen hinauszuzögern.

Sollte Trump der Anordnung nicht folgen, drohen ihm Sanktionen, bis hin zur Abweisung der Klage. Das gilt, sofern die Beweisaufnahme nicht über den 18. Dezember hinaus verlängert wird.

Charles Tobin, Anwalt der BBC, sagte, die Beweisaufnahme laufe nur noch rund zwei Monate: „Wir konnten den Kläger noch immer nicht vernehmen.“

Nach seinen Angaben hatte Trump zunächst zugesagt, am 16. Oktober aussagen zu wollen, den Termin aber wieder abgesagt. Er begründete dies mit einer „Angelegenheit von nationaler Bedeutung“. Tatsächlich habe der Präsident an diesem Tag jedoch im Bundesstaat Georgia Wahlkampf gemacht, so der Anwalt.

"Er hat Parteipolitik betrieben und das wichtiger genommen als die Aussage unter Eid“, sagte Tobin.

US-Präsident Donald Trump hört dem Senatskandidaten Mike Collins bei einer Wahlkampfveranstaltung in Dalton im US-Bundesstaat Georgia am 16. Oktober 2026 zu.
US-Präsident Donald Trump hört dem Senatskandidaten Mike Collins bei einer Wahlkampfveranstaltung in Dalton im US-Bundesstaat Georgia am 16. Oktober 2026 zu. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

Trump reichte im Dezember 2025 Klage gegen die BBC ein. Er wirft dem britischen Sender Verleumdung sowie irreführende und unlautere Geschäftspraktiken wegen einer Dokumentation mit dem Titel "Trump: A Second Chance“ vor.

Die 33 Seiten starke Klageschrift wirft der BBC vor, eine „falsche, verleumderische, irreführende, herabsetzende, aufhetzende und böswillige Darstellung von Präsident Trump“ geliefert zu haben. Sie spreche von einem „dreisten Versuch, in die US-Präsidentschaftswahl 2024 einzugreifen und sie zu beeinflussen“.

Die BBC räumte ein, Teile von Trumps Rede vom sechsten Januar 2021 so zusammengeschnitten zu haben, dass der Eindruck entstand, er habe zu Gewalt am US-Kapitol aufgerufen. Der Sender entschuldigte sich, zwei Spitzenmanager traten zurück. Den Vorwurf der Verleumdung weist die BBC jedoch zurück.

Weitere Quellen • AP

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