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Frankreich lehnt EU-Vorschlag für Quoten-Verteilung von Flüchtlingen ab

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Frankreich lehnt EU-Vorschlag für Quoten-Verteilung von Flüchtlingen ab

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Frankreichs Premierminister Manuel Valls hat sich gegen eine Quotenregelung zur Verteilung von Flüchtlingen in der EU ausgesprochen. Damit teilt er die Position Großbritanniens, das ebenfalls gegen die von der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini vorgeschlagene Quote ist.

Entweder ist man Asylsuchender oder nicht, und wenn man es nicht ist, wird man eben zurück an die Grenze eskortiert.

Der Quoten-Plan der EU-Kommission sieht vor, dass Frankreich 14,17 Prozent der Flüchtlinge aufnimmt, etwas weniger als Deutschland, das demnach mit 18,42 Prozent den höchsten Anteil übernähme.

In Menton an der französisch-italienischen Grenze, wo der französische Regierungschef Grenzposten besuchte, forderte er eine neue Asylpolitik und sagte: ‘‘Asyl ist ein Grundrecht gemäß internationalen Kriterien, die alle EU-Mitglieder anwenden. Genau deswegen darf die Anzahl von dessen Nutznießern nicht von Quoten bestimmt werden. Entweder ist man Asylsuchender oder nicht, und wenn man es nicht ist, wird man eben zurück an die Grenze eskortiert.”

An der Grenze zu Italien fing die französische Polizei in den letzten Tagen mehr Flüchtlinge ab denn je. Die meisten wurden sofort nach Italien zurückgeschickt.
Im sizilianischen Messina kamen unterdessen allein am Samstag mehr als 400 Bootsflüchtlinge an.