Nach einer Anschlagsdrohung per E-Mail haben die Behörden von Los Angeles alle öffentlichen Schulen in der kalifornischen Metropole geschlossen. Noch
Nach einer Anschlagsdrohung per E-Mail haben die Behörden von Los Angeles alle öffentlichen Schulen in der kalifornischen Metropole geschlossen. Noch vor Unterrichtsbeginn informierten die Behörden nach eigenen Angaben mehr als 640.000 Schüler, dass sie nicht zum Unterricht kommen sollen.
Wir gehen von einer Ente aus
Fast alle Schulgebäude waren verwaist
Eerily quiet at Walter Reed Jr High School in North Hollywood #LASchoolspic.twitter.com/feGeOF2zlZ
— Julia Boorstin (@JBoorstin) December 15, 2015
Nach Angaben der Schulbehörde wurde die Drohmail von einem Computer gesendet, dessen IP-Adresse in Frankfurt angesiedelt sein soll.
Eric Garcetti, Bürgermeister von Los Angeles, über die Vorsichtsmaßnahme:
“Wir müssen zuvorderst die Menschen in der Stadt schützen. Es ist einfach, die schnelle Reaktion zu kritisieren. Ich mache diesen Job lange genug um zu wissen dass sich Dinge auch anders entwickeln können als es zunächst den Anschein hat. Wir hoffen natürlich, dass alles harmlos ist und unsere Kinder morgen wieder zur Schule gehen können.”
We have enhanced Public Safety procedures in effect at all 3 of our campuses in light of the #LASchools threats. pic.twitter.com/w9RaBcv7lE
— SMCCCDDPS (@SMCCCD_DPS) December 15, 2015
Der kalifornische Parlamentarier Brad Sherman sagte in einem TV-Interview, der Autor der E-Mail habe sich als Dschihadist ausgegeben und mit dem Einsatz von Nervengas gedroht.
Sherman zog die Glaubwürdigkeit der E-Mail in Zweifel. Eine ähnliche, ebenfalls aus dem Ausland stammende Drohung ging bei der Polizei in New York City ein. Sie wurde als harmlos eingestuft, so Kommissar Bill Bratton von der Polizei in New York City:
“Die in New York City empfangene e-mail ist nahezu identisch mit denen an anderen Orten, speziell in Los Angeles. Wir sehen dies nicht als glaubwürdige terroristische Bedrohung an. Im Rahmen unserer Ermittlungen gehen wir von einer Ente aus.”
Bratton bezeichnete die Maßnahmen in Los Angeles wörtlich als “Überreaktion”.
Im kalifornischen San Bernardino, rund eine Autostunde entfernt von Los Angeles, waren vor zwei Wochen bei einer Attacke auf eine öffentliche Einrichtung 14 Menschen sowie die beiden Angreifer
getötet worden. Das FBI werte den Angriff als Terrorakt.