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Ein Jahr nach dem Putschversuch: Gedenkfeiern in der Türkei

Ein Jahr nach dem Putschversuch: Gedenkfeiern in der Türkei
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und viele seiner Landsleute haben am Jahrestag des Putschversuches an Gedenkveranstaltungen teilgenommen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu versammelten sich an der Bosporus-Brücke in Istanbul, die in Brücke der Märtyrer umbenannt wurde, mehr als eine Million Menschen.

Erdogan sagte, die Bürger hätten bei den Ereignissen vor einem Jahr die Ehre ihrer Nation verteidigt. In seiner Rede in Istanbul ging der Präsident auch auf das Thema Todesstrafe ein. Er sagte, würde ihm ein Gesetz zur Wiedereinführung der Todesstrafe vorgelegt werden, das durch das Parlament beschlossen worden sei, würde er dieses unterzeichnen.

Kemal Kilicdaroglu von der Oppositionspartei CHP warf der Regierung unterdessen vor, die Justiz zerstört zu haben. Seit dem abgewehrten Umsturzversuch, bei dem 250 Menschen ums Leben kamen, wurden mehr als 100.000 mutmaßliche Anhänger des in den USA lebenden Predigers Fetullah Gülen aus dem Staatsdienst suspendiert, über 50.000 Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Die Regierung wirft Gülen und dessen Bewegung vor, Drahtzieher des Putschversuches gewesen zu sein.