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Karibikinsel Saint-Martin am Tag 5 nach Irma: Plünderer, Bürgerwehr und Fake News

Karibikinsel Saint-Martin am Tag 5 nach Irma: Plünderer, Bürgerwehr und Fake News
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Von Euronews
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Soldaten, Polizisten, Justizbeamte und ein Notradio für die von Irma zerstörte französische Insel Saint-Martin.

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Fünf Tage nachdem Hurrikan Irma mehr als 90 Prozent der Karibikinsel Saint-Martin zerstört hat, haben die französischen Behörden nicht nur Soldaten und Polizisten – zumeist von der benachbarten Insel Guadeloupe – geschickt, sondern auch Justizbeamte. Sie sollen helfen, den Rechtsstaat wiederherzustellen.

Die Justizbeamten arbeiten jetzt oft in Polizeidienststellen, weil auch die Gerichtsgebäude zerstört sind. Sie sollen den Bürgern auch helfen, bei den Versicherungen ihre Ansprüche nach der Naturkatastrophe geltend zu machen, weil oft keine Papiere mehr da sind.

Da auch das Telefonnetz zusammengebrochen ist, können die Bürger, wenn sie die Polizei anrufen wollen, wenn sie einen Plünderer beobachten – oder sonstwie in Not sind.

Die französische Justiz richtet sich gegen die – meist jugendlichen – Plünderer, aber auch gegen die Bürgerwehren, die Straßensperren um Wohnsiedlungen errichtet und mit zum Teil illegalen Waffen auf Eindringlinge geschossen haben.

Dabei warnt die französische Presse auch vor Übertreibungen und Fake News. So hat es keinen Gefängisausbruch auf Saint-Martin nach Hurrikan Irma gegeben. Nur die Außenmauer der Justizvollzugsanstalt war beschädigt worden.

Der Abgeordnete des rechtspopulistischen Front National Gilbert Collard hatte auch behauptet, auf dem niederländischen Teil der Insel hätte es keine Plünderungen gegeben, weil die Behörden dort rechtzeitig durchgegriffen hätten. Dabei hatte auch der Regierungschef der Niederlande Mark Rutte eingestanden, dass die Situation auf Sint Maarten nach Irma außer Kontrolle gewesen sei.

Nicht nur gegen Fake News, sondern vor allem, um die Bürger konkret zu informieren, hat der Radiosender France Info in Paris ein Notradio für Saint-Martin und Saint Barthelemy eingerichtet, das in den kommenden Wochen und Monaten auf Französisch, Kreolisch und Englisch über UKW und im Internet berichtet. Es heißt Info Radio Îles du Nord.

La radio réactive comme elle se doit! Station créée pour les sinistrés des ouragans https://t.co/moao8izjgH via laurentguimier</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/SaintMartin?src=hash">#SaintMartin</a></p>— Étienne F-Gauthier (EtienneFG) 11. September 2017

Retweeted franceinfo (franceinfo</a>):<a href="https://twitter.com/hashtag/Irma?src=hash">#Irma</a> Urgence Info Îles du Nord émet en français, créole et anglais sur 91.1... <a href="https://t.co/r1vzPf8HUa">https://t.co/r1vzPf8HUa</a></p>— STÉPHANE LOISELEUX (sloiseleux) 11. September 2017

Die Schulen auf Saint Martin sollen nach den Ferien zu Allerheiligen im November wieder funktionieren, wenn alles klappt. Staatspräsident Emmanuel Macron macht sich jetzt vor Ort ein Bild von der Lage.

President Macron will travel tonight to the French island of #SaintMartin, which was devastated by #HurricaneIrma. #Irma#Francehttps://t.co/rroQEw2d6n

— Natalia Belén M (@nataliareports) 11. September 2017

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