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"Schlecht für die Eierstöcke": Feindbild Frau am Steuer

"Schlecht für die Eierstöcke": Feindbild Frau am Steuer
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Von Andrea Büring
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Für Frauen in Saudi-Arabien ist es ein Etappenziel auf dem langen Weg zur Gleichberechtigung: Vom nächsten Juni an dürfen sie offiziell Autofahren. Saudi-Arabien ist das einzige Land der Welt, dass bisher nur Männer ans Steuer lässt.

Saudi Arabien hat Frauen das Autofahren erlaubt. Vielleicht dürfen sie in 10 Jahren auch endlich alleine ins Krankenhaus. pic.twitter.com/ejor6jYbUi

— Ali Utlu (@AliCologne) 26. September 2017

Den Weg frei machte König Salman am Dienstagabend mit einem Dekret. Mit der Entscheidung will das saudische Königshaus sein Image aufpolieren, um ausländische Investoren anzulocken. Außerdem sollen Frauen verstärkt gefördert werden und arbeiten, weshalb sie mobil sein müssen. Die entsprechende Ankündigung vor den Vereinten Nationen erntete nicht nur Applaus.

Streng gläubige Saudis lehnen den Vorstoß ab. So begründete 2013 ein Scheich, Autofahren sei schädlich für die Eierstöcke und führte zu Missbildungen.

Diese Frauenrechtlerin Madeha al-Ajroush hält dagegen, Saudi-Arabien könnte nicht überleben, wenn die Hälfte der Bevölkerung stillstünde. Die Rolle der Frau sei von großer Wichtigkeit, um das Land weiterzuwentwickeln. Auch die Frauen forderten mehr Rechte ein.

Im erzkonservativen Land dürfen sich Frauen nicht unverkleidet in der Öffentlichkeit zeigen und müssen um Erlaubnis fragen, wenn sie verreisen oder studieren wollen. Sie dürfen sich weder ohne Erlaubnis ärztlich behandeln lassen, noch mit Männern treffen, die nicht zur engsten Familie gehören.

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