Instagram-Hype: Studentin (20) prangert Anmacher an

Instagram-Hype: Studentin (20) prangert Anmacher an
Von Euronews
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Die Instagram-Selfies einer Studentin aus Amsterdam, die Anmache anprangert, gehen um die Welt.

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Eine Andeutung davon, wie es sich für eine junge Frau anfühlt, Tag für Tag blöd angemacht zu werden, gibt die Studentin Noa Jansma (20) aus Amsterdam in einer Instagram-Studie, die jetzt um die Welt geht. Der Name ihres Instagram-Kontos ist @dearcatcallers. Das bedeutet in etwa “liebe Belästiger”.

Ziel der Aktion der Studentin ist es, allen – auch ihren Studienkollegen im Philosophieseminar – klar zu machen, dass es für eine Frau kein Kompliment ist, wenn Männer ihr hinterherpfeifen, Komplimente machen, nach ihrer Telefonnummer fragen oder sie gar zum Sex auffordern.

Normalerweise habe sie nicht gewusst, wie sie reagieren sollte.

Im SZ-Interview sagt Noa Jansma: “Diese Männer sehen mich bloß als etwas, mit dem sie schlafen möchten. Sie sind sich in diesen Situationen bewusst, dass es niemals dazu kommen wird. Und genau das ist es. Sie spielen mit uns. Das gibt mir das Gefühl, kein Mensch, sondern bloß ein Sexobjekt zu sein. Und so geht es nicht nur mir. Ich passe regelmäßig auf ein Mädchen auf. Sie ist 13 Jahre alt und sie erzählte mir, wie unangenehm es sich für sie anfühlt, wenn Männer im Alter ihres Vaters sie ansprechen. Ich meine: Sie ist 13. Sie hat noch nicht mal einen Jungen geküsst.”

Die meisten Männer hatten nichts gegen die Fotos, da sie die Anmache “normal” fanden. In Interviews sagte Noa Jansma auch, dass sie die Fotos der Männer, die sie darum bitten, vom Instagram-Konto wieder entfernt.

Noa Jansma macht Selfies mit Männern, die ihr auf der Straße hinterherrufen. Was sie bewirken möchte – ein Interview https://t.co/CpNxH1X0cBpic.twitter.com/UyLsNzfTOg

— SZ Magazin (@szmagazin) 6. Oktober 2017

#dearcatcallers “hmmmm you wanna kiss?”

Une publication partagée par dearcatcallers (@dearcatcallers) le 14 Sept. 2017 à 8h32 PDT

Im Internet gibt auch die “Jetzt”-Redaktion Tipps, wie Frauen vermeiden, in Bus und Bahn angemacht zu werden.

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