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Australien: Mutmaßlicher nordkoreanischer Agent verhaftet

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Australien: Mutmaßlicher nordkoreanischer Agent verhaftet

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In Sydney ist ein mutmaßlicher nordkoreanischer Agent verhaftet worden. Wie die australische Polizei mitteilte, wird der Mann verdächtigt, auf dem Schwarzmarkt Raketenteile und Kohle verkauft haben zu wollen. Er sei ein loyaler Agent des Regimes in Pjöngjang und habe aus patriotischen Beweggründen gehandelt, so die Behörde. 

Der australische Premier betonte, es handele sich um eine besonders wichtige Verhaftung. "Es geht um Vorwürfe der schlimmsten Art", so Malcolm Turnbull. "Nordkorea ist ein gefährliches, rücksichtsloses und kriminelles Regime, das den Frieden in der Region bedroht. Es finanziert sich, indem es UN-Sanktionen bricht, nicht nur durch den Verkauf von Gütern wie Kohle, sondern auch durch Waffen- und Drogenhandel sowie durch Cyberkriminalität."

Australischen Medien zufolge handelt es sich um einen 59-Jährigen, der ursprünglich aus Korea stammt. Er soll heute dem Gericht vorgeführt werden. 

Nordkorea steht wegen seines Atom- und Raketenprogramms international unter Druck. Zuletzt hatte Pjöngjang im November eine Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15 gestartet. Sie ist nach eigenen Angaben in der Lage, Ziele auf dem US-Festland zu erreichen.