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USA nutzen Laserwaffe Helios: So zerstört sie günstige iranische Drohnen für Centbeträge

DATEI: Das HELIOS-System auf der USS Preble in Yokosuka, Japan, 19. April 2025
DATEI: Das HELIOS-System auf der USS Preble in Yokosuka, Japan, 19. April 2025 Copyright  US Navy photo
Copyright US Navy photo
Von Jonathan Benton
Zuerst veröffentlicht am
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Von einem Schiff der US-Marine werden seit vergangener Woche Drohnen mit einer Laserwaffe abgeschossen. Das System Helios gilt als Innovation, um die Kosten für Waffen niedrig zu halten und günstigen Shahed-Drohnen eine Abwehr entgegenzusetzen.

Der Iran-Krieg erweist sich bereits in seiner dritten Woche als besonders kostspielig: Am Freitag erklärte ein Vertreter der Trump-Administration, der Konflikt habe bisher zwölf Milliarden Dollar (10,4 Milliarden Euro) gekostet, also knapp eine Milliarde Dollar pro Tag.

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Der Iran hat auf die amerikanisch-israelische Intervention mit einer eigenen Bombardierungskampagne gegen seine regionalen Nachbarn reagiert. Eingesetzt wurden dabei unter anderem die günstig hergestellten Shahed-Drohnen 136. Die in Teheran entwickelte Waffe kostet jeweils 20.000 bis 50.000 Dollar (17.400 bis 43.500 Euro).

In der Zwischenzeit schießen die USA diese mit Patriot-Abfangraketen ab, die drei bis vier Millionen Dollar (2,6 bis 3,5 Millionen Euro) kosten, und mit THAAD-Abfangraketen, die zehn Millionen Dollar (8,7 Millionen Euro) kosten.

Auch wenn Washingtons Militärbudget von 900 Milliarden Dollar (783,8 Mrd. Euro) das iranische in den Schatten stellt und die Verteidigungsausgaben im Jahr 2025 bei rund 23 Milliarden Dollar (21 Mrd. Euro) liegen werden, ist dies eindeutig keine kosteneffiziente Art der Kriegsführung für die USA.

Allerdings setzen die USA jetzt Technologien ein, die das Blatt zu ihren Gunsten wenden, indem sie die Kosten für den Abschuss einer Drohne von mehreren Millionen auf nur wenige Cent senken: Laserwaffen.

Vergangene Woche wurde berichtet, dass ein Schiff der US-Marine, die USS Preble, ein Zerstörer der Arleigh Burke-Klasse, mehrere iranische Drohnen mit einer neuen Laserwaffe namens HELIOS abgeschossen haben soll.

Blendende Drohnen zum günstigen Preis

HELIOS, auch bekannt als High Energy Laser with Integrated Optical-dazzler and Surveillance, ist eine 60-Kilowatt-Hochenergielaserwaffe. Sie wurde zum Abfangen von Kampfdrohnen, Flugzeugen und Raketen entwickelt. Seinen Namen teilt sich die Waffe mit der griechischen Bezeichnung für den Sonnengott.

Das Waffensystem wurde vom US-Rüstungskonzern Lockheed Martin entwickelt und wird nun zur Abwehr von Drohnen- und Raketenangriffen in Marineschiffe und Amphibienfahrzeuge integriert.

Bislang ist die USS Preble das einzige Schiff, das mit dem System ausgestattet ist und derzeit vor der iranischen Küste eingesetzt wird.

Das US-Verteidigungsunternehmen erhielt im Januar 2018 den Zuschlag für die Entwicklung der Waffe, die bis vor kurzem entwickelt und im Februar 2026 erfolgreich getestet wurde.

Helios kann Ziele mit einer niedrigen Energieintensität treffen, um zu "blenden", was letztlich bedeutet, dass das Leitsystem verwirrt und das Schiff oder die Rakete zum Absturz gezwungen wird - oder mit einer hohen Energieintensität, um das Ziel durch Überhitzung zu "töten".

Der Rüstungskonzern Lockheed Martin gibt außerdem an, dass das System leicht skalierbar sei, wobei das derzeitige bereits 120 Kilowatt erreichen kann. Das Unternehmen beschreibt Helios nach eigenen Angaben als "mehr als einen Laser, Helios ist ein integriertes Waffensystem".

Wie der Name schon sagt, kann Helios dank Wärmebildtechnik, Nachtsicht und ultrahochauflösender Sicht auch zur Überwachung und Aufklärung eingesetzt werden und Ziele in einer Entfernung von bis zu acht Kilometern identifizieren, verfolgen und bewerten.

Helios hat jedoch auch Schwächen: Seine Wirksamkeit wird durch Regen, Rauch, Staub, Wolken, Nebel und andere atmosphärische Störungen, die den Strahl streuen, eingeschränkt. Außerdem benötigt die Waffe eine beträchtliche Menge an Energie zum Abfeuern und hat eine begrenzte Reichweite.

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