Enthüllungsbuch über Trump: Autor verteidigt sein Werk

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Am Freitag erschien das Buch "Fire and Fury" von Michael Wolff über das Weiße Haus unter Donald Trump. Der US-Präsident hat das Werk auf Twitter stark kritisiert. Der Autor verteidigt es.

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Michael Wolff verteidigt sein Werk: Der Autor des Enthüllungsbuchs "Fire and Fury - Inside the Trump White House" (Feuer und Wut: In Trumps Weißem Haus) über das Weiße Haus unter Donald Trump hat in einem Interview mit dem Nachrichtensender NBC bestätigt, dass er mit dem US-Präsidenten im Zuge seiner Recherchen persönlich gesprochen habe.

"Ich habe mit dem Präsidenten gesprochen. Ob er verstand, dass es ein Interview war, weiß ich nicht. Aber es war sicher nicht inoffiziell", sagt Wolff. Die NBC-Moderatorin fragt: "Sie haben mit ihm im Weißen Haus gesprochen, nachdem er vereidigt wurde ?". Darauf antwortet der Autor, er habe "mit dem Präsidenten etwa drei Stunden im Weißen Haus verbracht, während der Kampagne."

Am Donnerstagabend twitterte Trump: "Ich habe dem Autor des falschen Buches Null-Zugang zum Weißen Haus gewährt! Ich habe mit ihm nie über ein Buch gesprochen." Außerdem beschuldigte Trump den Journalisten, sein Buch wäre "voller Lügen, Verdrehungen und nicht existierenden Quellen". Am Freitag legte er noch einmal nach: "Frei erfunden".

Das bestritt Wolff und sagte im Interview: "Lasst mich etwas klarstellen. 100 Prozent der Leute um ihn herum - mit denen ich gesprochen habe - sagen, dass er wie ein Kind ist. Er braucht immer sofortige Bestätigung. Es muss sich alles um ihn drehen."

"Fire and Fury - Inside the Trump White House": Exemplare in einem New-Yorker BuchladenREUTERS/Shannon Stapleton

Trumps Anwälte wollten die Veröffentlichung des Buches verhindern. Dieses wurde laut Verlag Henry Holt & Co aber mit Spannung erwartet und erschien am Freitag, vier Tage früher als ursprünglich geplant in den USA. In Washington war es in mehreren Buchläden bereits am Morgen ausverkauft.

Der Streit um das neue Buch ist auch zu einem Streit zwischen Trump und seinem einstigen Berater und Chefstrategen Steve Bannon geworden. Mehr dazu hier.

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