Barbara Becker: Diskussion über Rassismus "wahnsinnig wichtig"

Barbara Becker: Diskussion über Rassismus "wahnsinnig wichtig"
Copyright 9EkieraM1 / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Von euronews.net redaction euronews.net mit dpa
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button

Die Designerin Barbara Becker hält die gesellschaftliche Diskussion nach der rassistischen Beleidigung ihres Sohns Noah für "wahnsinnig wichtig". Das sagte sie der dpa.

WERBUNG

Die Designerin Barbara Becker hält die gesellschaftliche Diskussion nach der rassistischen Beleidigung ihres Sohnes Noah für "wahnsinnig wichtig".

Die Ex-Frau von Tennisspieler Boris Becker sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es geht nicht nur ums Schwarzsein, sondern ums Anderssein. Dass man sich einfach als Menschen annimmt und sich wirklich nur als Menschen sieht und sonst nichts."

AfD-Politiker beleidigt Noah Becker als "Halbneger"

In einem Tweet über den Account des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier war Noah Becker als "Halbneger" beleidigt worden. Es habe sie gefreut, dass anschließend so viele Menschen aufgestanden seien und darauf empört reagiert hätten, etwa Schauspieler Til Schweiger, sagte die 51-Jährige nun.

Noah Becker, der als DJ und Maler arbeitet, hatte in einem Interview gesagt, Berlin sei im Vergleich zu London oder Paris eine "weiße Stadt". Daraufhin wurde er via Twitter massiv beleidigt. Der 23-Jährige will juristisch gegen den AfD-Politiker vorgehen.

Seine Mutter sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich kenne keinen Schwarzen auf der ganzen Welt, der nicht schon mal mit Rassismus zu tun hatte - sei es ein berühmter Popstar, weltbekannter Schauspieler oder irgendjemand von der Straße."

"In Deutschland werden rassistische Beleidigungen nicht geduldet"

Nach ihrem Eindruck sei Deutschland ein sehr waches Land, wo solche Beleidigungen nicht geduldet werden. "Ich habe den direkten Vergleich, was in Washington aus dem Oval Office kommt," so Becker, die in den USA lebt.

US-Präsident Donald Trump soll in einem Gespräch mit Senatoren etwa gefragt haben, warum so viele Menschen aus "Dreckslöchern" in die USA kommen. Dabei ging es um Einwanderer aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Ländern.

Barbara Becker wurde in Heidelberg geboren und wuchs als Tochter eines US-amerikanischen Fotografen und einer deutschen Lehrerin auf.

Mit Boris Becker, mit dem sie von 1993 bis 2001 verheiratet war, hat sie die gemeinsamen Söhne Noah (23) und Elias (18).

Weitere Quellen • euronews

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Der Ausbau des Tesla-Werks in Brandenburg elektrisiert den Widerstand

Taurus-Lauschangriff: Luftwaffenkonferenz über ungesicherte Leitung

Familiendrama in Niedersachsen: Soldat erschießt vier Menschen