Honduras: Proteste zur Vereidigung von Präsident Hernández

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In Honduras hat es zur Vereidigung von Präsident Juan Orlando Hernández erneut Proteste gegen dessen Wiederwahl gegeben.

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In Honduras hat es zur Vereidigung von Präsident Juan Orlando Hernández erneut Proteste gegen dessen Wiederwahl gegeben. In der Hauptstadt Tegucigalpa setzten Vermummte unter anderem Steinschleudern gegen Polizisten ein. Die Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas gegen die Demonstrierenden vor. Protestler errichteten Barrikaden auf Straßen in verschiedenen Landesteilen. Hernández hätte laut Verfassung eigentlich keine zweite Amtszeit zugestanden. 

Die Demonstrierenden werfen ihm Wahlfälschung vor. "Es wäre seine Pflicht gewesen, am Ende seiner Amtszeit abzutreten. Stattdessen hat er unsere Stimmen gestohlen", so eine ältere Frau. Nicht dem Oppositionskandidaten habe Hernández die Stimmen weggenommen, sondern den Wählern.

Der Präsident versprach bei seiner Vereidigung, einen Prozess der Versöhnung zwischen den Honduranern einzuleiten. Er hatte sich bei der Wahl im November nur knapp gegen seinen Kontrahenten durchgesetzt. Wahlbeobachter der Organisation Amerikanischer Staaten berichteten von Unregelmäßigkeiten. Bei den Protesten gegen Hernández' Wiederwahl kamen bisher 20 Menschen ums Leben.

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