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Schuldsprüche im Mordfall Cáceres - Urteile am 10. Januar

Schuldsprüche im Mordfall Cáceres - Urteile am 10. Januar
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REUTERS/Jorge Cabrera
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Über zweieinhalb Jahre nach dem Mord an der prominenten Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres hat ein Gericht in Honduras` Hauptstadt Tegucigalpa sieben Angeklagte schuldig gesprochen. Die Urteile soillen im Januar verkündet werden. Den Männern drohen bis zu 30 Jahre Haft. Berta Cáceres war in ihrem Haus in der Stadt La Esperanza erschossen worden. Ein mexikanischer Umweltaktivist überlebte den mutmaßlichen Anschlag.

Unter den Angeklagten sind mutmaßliche Auftragsmörder, Soldaten und Mitarbeiter des Bauträgers eines umstrittenen Wasserkraftwerks, gegen dessen Errichtung Cáceres gekämpft hatte. Der ehemalige Chef der Baufirma Desa, deren Unternehmensleitung die Angeklagten zu dem Mord angestiftet haben soll, sitzt noch in Untersuchungshaft.

Angehörigen von Berta Cáceres gingen die Schuldsprüche nicht weit genug. Ihre Tochter Olivia Zuniga gab sich kämpferisch: "Wir werden uns nicht zufriedengeben, bis die Hintermänner des Mordes von den Behörden bestraft werden. Zu ihnen gehören ein Desa-Offizieller und Mitglieder der letzten drei unrechtmäßig an die Macht gekommenen Regierungen. Wir werfen den Behörden in Honduras schwerwiegende Korruption vor."

Mutter Augusta Cáceres beklagte: "Die Drahtzieher fehlen. Ich mache die Regierung für den Tod meiner Tochter verantwortlich. Das war eine große Verschwörung."

Das mutmaßliche Attentat hatte nicht nur in Honduras, sondern auch international für Empörung gesorgt. Neben ihrem Engagement gegen den Bau des Kraftwerks hatte sich Berta Cáceres auch für die Rechte indigener Stämme in Honduras stark gemacht. Dafür erhielt Cáceres den renommierten Goldman-Umweltpreis.