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Maidemonstrationen in Athen

Maidemonstrationen in Athen
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REUTERS/Costas Baltas
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Tausende Bürger sind am Dienstag durch Athen gezogen. Mindestens drei große Demonstrationen anlässlich des ersten Mai gab es in Griechenlands Hauptstadt. Allein zu einer der größten Demonstrationen kamen laut Polizei mindestens 7.000 Menschen. Zum Tag der Arbeit protestierten Griechen gegen die Sparpolitik der Regierung und gegen die hohe Arbeitslosigkeit.

Der Politiker Yanis Varoufakis, einst Finanzminister in der Regierung von Alexis Tsipras, sprach im Interview über die Austeritätspolitik:

"Jede Generation von arbeitender Bevölkerung und Angestellten muss diesen Kampf wieder und wieder austragen. Solange es den Kapitalismus gibt, gibt es keinen endgültigen Sieg, aber auch keine endgültige Niederlage. Es wird jeden Tag schlimmer, und solange wir Schulden haben, kann es kein Ende der Rettungsprogramme geben.

Tatsächlich könnte es für die Griechen noch enger werden: Der Chef des Euro-Rettungsschirms Klaus Regling hatte kürzlich gefordert, das Land einer strengeren Kontrolle zu unterwerfen. Im August läuft das dritte und bis zu 86 Milliarden Euro schwere Rettungsprogramm für Griechenland aus. Danach will sich das Krisenland wieder eigenständig frisches Geld am Markt beschaffen. Bis zum Sommer muss die Gruppe der 19 Euro-Länder entscheiden, ob sie der Regierung in Athen bei den mittelfristigen Schulden weiter entgegenkommt. Ein Schuldenschnitt, gegen den sich unter anderem Deutschland bisher gewehrt hatte, ist nicht im Gespräch.