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2 Doppelagenten waren für "ausländische Macht" tätig

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2 Doppelagenten waren für "ausländische Macht" tätig

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REUTERS/Charles Platiau/File Photo
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"Die beiden ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter haben Informationen weitergeleitet, die möglicherweise die nationale Sicherheit gefährden." Das erklärte die französische Verteidigungsministerin Florence Parly an diesem Freitag im TV-Sender CNews. Die Ministerin meinte auch, dass vermutlich auch ein Lebensgef¨ährte oder eine Lebensgefährtin in die Spionage-Aff¨äre verstrickt war.

Schon im Dezember 2017 sollen mindestens zwei Mitarbeiter des französischen Geheimdienstes DGSE festgenommen und angeklagt worden sein, weil sie verdächtigt werden, Doppelagenten zu sein. Diese Information gelangte erst jetzt an die Öffentlichkeit. Sie wurde aber inzwischen von den Behörden bestätigt. Die Agenten werden beschuldigt, "für eine ausländische Macht spioniert" zu haben.

Mehrere französische Medien - darunter LE MONDE - gehen davon aus, dass die beiden Geheimdienstmitarbeiter Informationen an China weitergeleitet haben.

In der Sendung "Quotidien" auf TMC war schon am Donnerstagabend von vier Doppelagenten die Rede; die für die Chinesen gearbeitet haben sollen.

Inzwischen sind die beiden Hauptverdächtigen in Rente, sie seien aber offenbar als sie Doppelagenten waren, noch im Dienst des französischen Geheimdienstes gewesen. Das sagte die Verteidigungsministerin.

Seit 2014 hatte es in Frankreich, Spionagevorwürfe gegen China gegeben. Doch Fälle von Doppelagenten gebe es nur sehr wenige, erklärte ein Experte dem Nachrichtensender FRANCE INFO. Das erinnere eher an die Zeit des Kalten Krieges.