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Italien nimmt offiziell Abschied von den Toten des Brückeneinsturzes

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Mit einer offiziellen Trauerfeier haben die Menschen in Genua den Toten des Brückeneinsturzes vom Dienstag gedacht. Ministerpräsident Giuseppe Conte, Innenminister Matteo Salvini und Staatspräsident Sergio Mattarella wohnten der Zeremonie bei, in der von 18 der bei der Katastrophe Getöteten offziell Abschied genommen wurde.

Einige Familien boykottierten die Veranstaltung aus Protest gegen die Regierung, die sie für das Unglück verantwortlich machen. Andere bevorzugten einen privaten Rahmen für die Bestattung in ihren Heimatgemeinden.

Erzbischof Angelo Bagnasco sagte in seiner Ansprache: "Der Einsturz der Morandi-Brücke hat mitten ins Herz von Genua getroffen. Eine tiefe Wunde, hervorgerufen durch den unermesslichen Schmerz für all diejenigen, die ihr Leben gelassen haben und die noch vermisst werden. Für ihre Angehörigen, die Verletzten und die zahlreichen Menschen ohne ein Dach über dem Kopf..."

Unterdessen haben die Rettungskräfte die Leiche des letzten Vermissten aus den Trümmern der Brücke geborgen. Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer auf 42, eine Identifizierung der Gerichtsmediziner steht noch aus.

In die Trauer mischt sich Wut über mögliche Verantwortliche für die Tragödie, bei der ein 180 Meter langes Teilstück der Brücke in den Abgrund gestürzt war.