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Katastrophe in Genua - Interview mit dem italienischen Verkehrsminister Danilo Toninelli

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Katastrophe in Genua - Interview mit dem italienischen Verkehrsminister Danilo Toninelli

Katastrophe in Genua - Interview mit dem italienischen Verkehrsminister Danilo Toninelli
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Über Genua zieht ein donnerndes Gewitter, dann stürzt eine Autobahnbrücke ein. Es sind apokalyptische Szenen. Dazu am Telefon der italienische Verkehrsminister Danilo Toninelli:

Danilo Toninelli:

"Mein Ministerium hat Techniker an die Unglücksstelle entsandt und eine Verifizierungskommission eingesetzt. Es muss geklärt werden, wer die Verantwortung trägt, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Es ist wichtig, dass ich das sage, da mein Ministerium und die ganze Regierung in der Verantwortung stehen. Es ist absolut inakzeptabel, dass solche Ereignisse erneut passieren können. Wir müssen darüber nachdenken, ob eine ordnungsgemäße Routinewartung fehlte".

Euronews:

Autostrade per l'Italia", dass Unternehmen, das die Autobahn verwaltet behauptet, dass die Brücke ständig überwacht wurde. Aber das reichte offenbar nicht, um die Tragödie zu vermeiden:

Danilo Toninelli:

"Was ich bedauere, ist, dass es heute, trotz des sehr hohen Technologiestandards, an vielen Artefakten und Infrastrukturen wie der Genuabrücke keine Sensoren gibt, die den Zustand der Instandhaltung und die strukturellen Bewegungen dokumentieren und solche Katastrophen verhindern können.

Eines der Dinge, die wir tun werden, ist, Geld in viele dieser Viadukte zu investieren. Besonders für die eindrucksvollsten, wie die von Genua. Wir werden Sensoren installieren. Der neueste Stand der Technik könnte solche Vorfälle verhindern.

Es ist aus unserer Sicht ein schwerer Fehler, es nicht vorher getan zu haben. Ich denke, dies ist eine wichtige Aufgabe für die Zukunft.

Wir müssen die vielen, vor fünfzig oder siebzig Jahren gebauten Brücken, Viadukte und Tunnel erhalten. Wir müssen alle uns zur Verfügung stehenden Technologien anwenden".