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Ostukraine: Gegenseitige Schuldzuweisungen nach Anschlag auf Separatistenführer

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Ostukraine: Gegenseitige Schuldzuweisungen nach Anschlag auf Separatistenführer

Ostukraine: Gegenseitige Schuldzuweisungen nach Anschlag auf Separatistenführer
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Nach dem Tod des Separatistenführers Alexander Sachartschenko bei einer Explosion in der Ostukraine verdächtigen die Separatisten und Russland die ukrainische Führung hinter dem Anschlag zu stecken. Der Fall werde als internationaler Terrorakt eingestuft.

Separatisten: "Sabotageakt der Ukraine"

Nach Angaben der Separatisten soll der sogenannte "Vize-Ministerpräsident" von Donezk, Dmitri Trapesnikow, übergangsweise Sachartschenkos Platz einnehmen. Er sagte: "Die Ermittlungen in dem Fall dauern noch an, die Sicherheitsvorkehrungen in der Republik werden verschärft. Momentan sind alle Grenzen geschlossen. Einige Leute wurden bereits festgenommen, in ihren Aussagen haben sie zugegeben, dass dies ein Sabotageakt der Ukraine war."

Russlands Präsident Wladimir Putin würdigte Sachartschenko in einer schriftlichen Stellungnahme als "echten Patrioten des Donbass", der seine Heimat verteidigt habe.

Der ukrainische Geheimdienst erklärte, vermutlich sei Sachartschenko in einem Konflikt zwischen "Terroristen und ihren russischen Unterstützern" getötet worden.

Zwei Tote und sechs Verletzte

Bei dem tödlichen Anschlag hat es nach offiziellen Angaben auch ein zweites Todesopfer gegeben. Sechs Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte der Zivilschutz der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk mit. Fünf Verletzte seien ambulant behandelt worden, meldete die Agentur Interfax am Samstag nach diesen Angaben. Unabhängige Berichte gab es nicht.