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Alexis Tsipras: Harsche Kritik an der EU

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Alexis Tsipras: Harsche Kritik an der EU

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Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat bei seiner Rede im Europaparlament in Straßburg mehr Zusammenarbeit von Pro-Europäern bei der kommenden Europawahl gefordert.

Im kommenden Mai wird ein neues Europaparlament gewählt. Tsipras kritisierte die EU, die sich von den Bürgern zu weit entfernt habe.

Der griechische Regierungschef erklärte: "Europa ist technokratischer geworden, mehr konzentriert auf die Nationalstaaten. Wichtige Entscheidungen werden hinter geschlossenen Türen getroffen, weit weg von den europäischen Bürgern. Und dann diese technokratischen Institutionen, wie die Troika, die die Schlüssel zur wirtschaftlichen Unterwerfung eines Landes in der Hand halten, ohne sich vor irgendjemandem verantworten zu müssen."

Tsipras richtete deutliche Worte an die EU: "Hier auf dieser Bühne will ich eine Warnung aussprechen. Das Versagen der EU, demokratische Antworten auf die Herausforderungen dieser Zeit zu geben, wird die Erstärkung und der Triumpf der Nationalisten zur Folge haben. Es wird Europa zerreißen. Ein Kontinent ohne Einheit, ohne Zusammengehörigkeit, ohne eine Rolle auf internationaler Ebene und ohne Zukunft."

Zuhause in Griechenland steht Tsipras unter Druck. In Umfragen liegt seine Syriza-Partei mittlerweile klar hinter den oppositionellen Konservativen.

Tsipras: Zuhause unter Druck