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Alarm wegen Iran-Krieg auf Zypern: Wie steht es um die Gefahr, die NATO und Europas Solidarität?

Vassilis Palmas
Vassilis Palmas Copyright  Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved
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Von Foteini Doulgkeri & Euronews
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Zyperns Verteidigungsminister Vassilis Palmas spricht mit Euronews über die Gefahr für britische Stützpunkte, die Aussichten auf eine NATO-Mitgliedschaft und die Bedeutung der europäischen Solidarität, um die Sicherheit der Menschen und der kritischen Infrastruktur des Landes zu stärken.

Die geopolitischen Spannungen im östlichen Mittelmeerraum und die anhaltende Instabilität im Nahen Osten rücken die Republik Zypern als kritischen Sicherheitsfaktor in der Region in den Fokus. In einem Interview mit Euronews erörtert der zyprische Verteidigungsminister Vassilis Palmas die wichtigsten Themen, die Nikosia Sorgen bereiten: die Bedrohung der britischen Militär-Stützpunkte, die Strategie zur NATO-Mitgliedschaft Zyperns und die europäische Solidarität in einer Zeit wachsender Herausforderungen.

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Verteidigungsminister Palmas betont, dass die britischen Stützpunkte auf der Insel schon zuvor von verschiedenen Akteuren, von paramilitärischen Organisationen bis hin zu Staaten, die in militärische Konflikte verwickelt sind, angegriffen wurden. Trotz wiederholter Drohungen versichert er, dass Zypern über ein hohes Maß an Luftverteidigung und einen umfassenden Schutzschirm verfüge.

"Die britischen Stützpunkte sind entweder das Ziel paramilitärischer oder terroristischer Organisationen oder, wenn Sie so wollen, von Staaten, die in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt sind", sagt der Minister. "Die Luftverteidigung und der Schutzschirm, die um das gesamte Territorium der Republik Zypern errichtet wurden, sind auf höchstem Niveau und die Bürger sollten sich sicher fühlen", so Vassilis Palmas.

Der Verteidigungsminister betont, dass die Sicherheit der Bürger und der kritischen Infrastrukturen für die Regierung absolute Priorität habe: "Die Sicherheit der Bürger der Republik Zypern und die Sicherheit der kritischen Infrastruktur der Republik ist unsere Priorität, damit der Staat ungehindert weiterarbeiten kann."

Zur NATO-Mitgliedschaft Zyperns sagt der Verteidigungsminister, die Absicht sei vorhanden, aber die ablehnende Haltung des NATO-Mitglieds Türkei bleibe ein Hindernis.

"Es gibt einen sehr schwerwiegenden Grund, der ein großes Hindernis für Zyperns NATO-Mitgliedschaft darstellt. Und dieses Hindernis ist natürlich die Türkei, die es ablehnt, dass Zypern ein NATO-Mitglied wird", sagt er. "Die Frage des Beitrittsantrags ist etwas, das wir tun werden, wenn und falls die Umstände es zulassen, so dass wir die Aussicht auf ein positives Ergebnis haben."

F-16-Kampfjets im Norden von Zypern

Palmas äußert sich auch zur jüngsten Präsenz türkischer F-16-Kampfjets auf Zypern und bezeichnet dies als Teil der langjährigen illegalen Politik der Türkei im Norden der Insel: "Ich würde sagen, dass dies im Zusammenhang mit der permanenten Illegalität steht, die die Türken im nördlichen Teil der Republik Zypern praktizieren, der seit 52 Jahren besetzt ist."

Gleichzeitig betont er die Bedeutung einer ständigen Koordinierung mit den europäischen und internationalen Kräften, die in der Region tätig sind.

Palmas setzt insbesondere auf die europäische Unterstützung, die seiner Meinung nach sowohl politische als auch praktische Auswirkungen hat: "Es handelte sich um einen Schritt von hoher politischer Symbolik, aber auch von hoher praktischer Bedeutung", sagt er mit Blick auf die Anwesenheit von Spitzenpolitikern - wie Emmanuel Macron - und Militärs aus Frankreich und Griechenland auf der Insel. "Von der Theorie zur Praxis", sagt der Minister zur Bedeutung der Solidarität in entscheidenden Momenten.

Gleichzeitig verwies der zyprische Verteidigungsminister auf die allgemeine geopolitische Lage in der Region und äußerte die Hoffnung, dass der derzeitige Konflikt im Nahen Osten allmählich deeskaliert und der Diplomatie der ihr gebührende Platz eingeräumt wird.

Abschließend betont Palmas, dass die Republik Zypern ihre Verteidigungskapazitäten sowohl durch Zusammenarbeit als auch durch neue Rüstungsprogramme weiter ausbaut und damit zur Sicherheit des Landes und zur Stabilität der gesamten östlichen Mittelmeerregion beiträgt.

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