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WHO: 18 Millionen neue Krebsfälle

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WHO: 18 Millionen neue Krebsfälle

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Martini-Klinik in Hamburg.
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Christian Charisius/Pool via Reuters
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Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat vor einem Anstieg von Krebserkrankungen gewarnt. In diesem Jahr wird die Krankheit 9,6 Millionen Menschen das Leben kosten, wie die Internationale Agentur für Krebsforschung mitteilte - 1,4 Millionen mehr als noch vor sechs Jahren. Jeder achte Mann und jede elfte Frau sterben an Krebs.

Schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung

Der Anstieg sei unter anderem auf veränderte Lebensweisen und Ernährung zurückzuführen. Zu den drei häufigsten tödlichen Krebsarten zählen Lungen-, Brust- und Darmkrebs.

IARC-Direktor Dr. Christopher P. Wild erklärte:

"Eine der dramatischsten Veränderungen, wenn man über das Auftauchen neuer Risikofaktoren nachdenkt, betrifft den Body-Mass-Index, Fettleibigkeit und zu wenig körperliche Aktivität."

In vielen wohlhabenden Ländern könnten neue Krebsfälle um 30 bis 40 Prozent reduziert werden, wenn bekannte Risiken von Lebensgewohnheiten und Umwelt reduziert würden, so der Bericht.

Europa überdurchschnittlich betroffen

Die WHO schätzt, dass die Hälfte der 18 Millionen neuen Krebsfälle in diesem Jahr in Asien auftreten. Überdurchschnittlich stark ist Europa betroffen. 23 Prozent der neuen Krebsfälle in diesem Jahr treten hier auf, obwohl der Kontinent nur 9 Prozent der Weltbevölkerung stellt.

Die Weltgesundheitsorganisation fordert von der Politik Maßnahmen für effektive Prävention und Früherkennung der Krankheit.

Haupttumorarten im Jahr 2018

Lungenkrebs wird voraussichtlich 2018 die tödlichste Form der Erkrankung sein und insgesamt 1,8 Millionen Menschen das Leben kosten. Darm-, Magen-, Leber- und Brustkrebs vervollständigen die traurigen Top 5.

Lungen-, Brust- und Darmkrebs werden Ende 2018 zusammen ein Drittel aller neuen Fälle und Todesfälle des Jahres ausmachen.

Obwohl sie bei neuen Fällen führend ist (2,1 Millionen Fälle, gleichbedeutend mit Lungenkrebs), liegt die weibliche Brustkrebserkrankung bei der Sterblichkeit an fünfter Stelle, weil die Prognose vor allem in den entwickelten Ländern relativ erfolgreich ist.