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Bischofskonferenz: Offenheit zur Missbrauchstudie. Opferverbände kritisieren Transparenz

Bischofskonferenz: Offenheit zur Missbrauchstudie. Opferverbände kritisieren Transparenz
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Die Missbrauchsstudie der katholischen Kirche soll heute in der Bischofskonferenz vorgestellt werden.

3677 Opfer wurden bisher identifiziert, die in der Zeit zwischen 1946 bis 2014 von 1670 Mitgliedern des katholischen Klerus in Deutschland sexuell missbraucht worden sind.

Die meisten Opfer sind männlich und waren damals unter 14 Jahre alt.

Der Bericht löste in Deutschland einen Schock aus.

Heute werden die Bischöfe erstmals das Thema selbst ansprechen und nach eigenen Angaben mit voller Offenheit und Transparenz behandeln.

Kritiker des Berichts und Opferverbände weisen jedoch darauf hin, dass die Studie weder konkrete Namen der Opfer noch der Täter anführe. Die Opferverbände seien zudem nicht über die Verfassung des Berichts informiert worden. Kritisiert wird auch, dass den Verfassern der Studie der volle Zugang zu Originaldokumenten in den Kirchenarchiven verwehrt war.

Das Ausmaß des Missbrauchs an der Opfern könne nach Meinung vieler demnach noch viel größer sein, da viele katholische Einrichtungen, wie z.B. katholische Schulen nicht untersucht worden sind.

Die Opferverbände rufen zu weiteren unabhängigen Untersuchungen auf, um das volle Ausmaß des Missbrauchs aufzudecken.