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Mazedonien: Referendum scheitert an geringer Wahlbeteiligung

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Mazedonien: Referendum scheitert an geringer Wahlbeteiligung

Mazedonien: Referendum scheitert an geringer Wahlbeteiligung
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Beim Namens-Referendum in Balkanstaat Mazedonien sind bis kurz vor Schließung der Wahllokale nur 34 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen gegangen, das Quorum von 50 Prozent wurde nicht erreicht. Damit wäre das Referndum laut Verfassung gescheitert.

Die Teams sind über das ganze Land verteilt und notieren jedes noch so kleine Detail.

Fay Doulgkeri Euronews

Die Bürger stimmten heute darüber ab, ob ihr Land bald Republik Nordmazedonien heißen soll. Dann würde ein jahrelanger Namensstreit mit dem Nachbarstaat Griechenland beigelegt.

Ende des Streits ebnet Weg zu NATO und EU

"Jeder sollte heute abstimmen", meint eine Einheimische. "Das ist unsere letzte Chance, ein Teil der NATO und - nach einigen Jahren - der EU zu werden. 27 Jahre hat der politische Streit mit Griechenland gedauert - es ist an der Zeit, ihn zu beenden."

Wird der Namensstreit beigelegt, wird Griechenland nicht weiter Mazedoniens Beitritt zur NATO und EU blockieren. Die Rechtmäßigkeit der Abstimmung wird von internationalen Organisationen sichergestellt.

Wahl wird mit Argusaugen beobachtet

"Rund 100 Teams beobachten überall im Land das Referendum- die Eröffnung, den Schluss sowie das Auszählen der Stimmen", erklärt Jan Petersen von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

"Wir haben seit einem Monat zehn Teams hier, die bereits vorab die Situation beobachtet haben - sprich: die rechtlichen Bedingungen, die Freiheit der Presse, die Finanzierung der Wahlkampagnen und die Organisation des Referendums", so Petersen.

"Rund 500 Beobachter aus dem Ausland nehmen das Verfahren unter die Lupe", fasst Euronews-Reporterin Fay Doulgkeri zusammen. ". Sie sprechen auch mit den Mitgliedern des Abstimmungskomitees, bevor sie ihren Abschlussbericht verfassen."