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Rohingyas in Bangladesch: Hilfe zur Selbsthilfe

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Rohingyas in Bangladesch: Hilfe zur Selbsthilfe

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Unchiprang entstand nach den jüngsten Militärausschreitungen in Myanmar im vergangenen Jahr. In diesem provisorischen Lager im Süden Bangladeschs hausen 23.000 Rohingyas. Aufgrund des Flüchtlingszustroms wurden Brennholz und Wasser knapp. Mit der Unterstützung des EU-Amtes für humanitäre Hilfe richtete die französische NGO Soldarités International drei Wasserstellen ein, die sowohl von den Rohingyas als auch den Einwohnern genutzt werden.

"Wir beziehen die Menschen mit ein, es gibt lokale Komitees mit Mitgliedern der lokalen Bevölkerung und der Flüchtlinge für die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung. Sie beraten uns bei der Auswahl für die besten Standorte, sie zeigen uns Wasserquellen und sie weisen auf mögliche Probleme hin. Und wir setzen dann die Lösungen um", sagt Reda Bendahmane von Soldarités International.

Herr Chackma ist ein Anwohner, dessen Haus in der Nähe des Lagers liegt. Er ist Mitglied im Wasserversorgungs-Komitee für eine der Wasserstellen. Wir erlebten praxisnah, wie das System funktioniert, denn es gab ein Problem mit der Wasserqualität an einem der Brunnen:

"Gestern stellten wir fest, dass das Wasser schmutzig ist. Alle Komitee-Mitglieder kamen hierher, um sich das anzusehen. Jetzt überprüfen wir die Rohre, um das Problem zu finden", sagt Ongtacing Chakma.

Neben den Komitee-Mitgliedern ist auch ein Techniker der Hilfsorganisation an der Suche nach einer Lösung des Problems beteiligt:

"Ich bin hier, um ihnen zu helfen, für die technische Unterstützung. Vielleicht gibt es ein größeres Problem. Ich bin dabei, um zu sehen, ob es ein kleines oder großes Problem ist", so Saiful Bari.

Im vorliegenden Fall konnte das Komitee das Problem selbst finden und lösen: "Wir haben sie technisch ein bisschen geschult, einige grundlegende Sachen. Einfache Sachen können sie selbst reparieren. Wie heute, sie haben ein Ventil geöffnet, um zu überprüfen, ob es Schlamm oder ein Leck gibt, und sie haben das Problem behoben", so Saiful Bari.

Solidarités International sucht innovative Lösungen, um die Wasserverschmutzung und die dadurch übertragenen Krankheiten zu vermindern. Die Herausforderung besteht darin, sich je nach dem, wie sich die Situation entwickelt, an neue Bedürfnisse anzupassen.