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Rohingya: Bangladesch baut Flüchtlingsinsel eine Stunde vom Festland

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Rohingya: Bangladesch baut Flüchtlingsinsel eine Stunde vom Festland

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Eine kleine Insel in Bangladesch wird für die Aufnahme von 100.000 Rohingya-Flüchtlingen vorbereitet.

Eine Bootsstunde vom Festland

Eine Bootsstunde vom Festland entfernt entstehen mehr als tausend Unterkünfte. Bhashan Char ist ein unwirtlicher Streifen Land, entstanden vor gut 10 Jahren im Golf von Bengalen. Tropische Wirbelstürme machen die Überfahrt zu einem gefährlichen oder manchmal sogar unmöglichen Abenteuer. Zwar gab es Verzögerungen, aber der Einweihungstermin 3. Oktober soll gehalten werden. In der ersten Phase sollen 50 bis 60 Familien umgesiedelt werden.

Menschenrechtsorganisationen forden Ende des Projektes

Mehrere Menschenrechtsgruppen haben Bangladesch aufgefordert, das Projekt aufzugeben. Aber die bengalische Regierung hat 280 Millionen Dollar investiert und will an dem Projekt festhalten, denn 700.000 Rohingya leben unter schwierigsten Bedingungen in überfüllten Lagern auf dem Festland.

Angeblich keine Zwangsumsiedlungen

Die bengalischen Behörden betonen, Zwangsumsiedlungen werde es nicht geben. Sie argumentieren, die Versorgung der Flüchtlinge würde auf dem abgelegenen Eiland einfacher werden. Eigentlich sollten die Rohygia nach Myanmar zurückkehren dürfen, dort werden von der Regierung so genannte "geschützte Dörfer" vorbereitet - Hilfsorganisationen übersetzen das mit "Lager".