In Haft in China: Interpol-Chef tritt zurück, seine Frau schlägt Alarm

In Haft in China: Interpol-Chef tritt zurück, seine Frau schlägt Alarm
Von Catherine Hardy mit dpa
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Interpol hat ein Schreiben erhalten, in dem der Direktor aus China seinen Rücktritt einreicht. Zuvor hatte die Frau des chinesischen Interpol-Chefs auf einer Pressekonferenz in Lyon um internationale Hilfe gebeten.

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Nach seinem mysteriösen Verschwinden und einer alamierenden Pressekonferenz seiner Frau hat Interpol-Chef Meng Hongwei in einem Schreiben seinen Rücktritt eingereicht.

In Lyon wandte sich seine Frau Grace Meng mit der Bitte um Hilfe an die internationale Staatengemeinschaft. Sie wollte aber keine Fragen der Presse beantworten und sich nicht wirklich zeigen. Grace Meng steht in Frankreich unter Polizeischutz, weil auch sie offenbar bedroht wird.

China hat ein Verfahren gegen Meng Hongwei bestätigt, er hatte sich nach einer Reise in sein Heimatland Ende September mehr als eine Woche lang nicht bei seiner Familie gemeldet.

Grace Meng zeigte eine Nachricht ihres Mannes, der sich offenbar bedroht fühlte. "Ich bin in Gefahr", lautet die Übersetzung.

Das Rücktrittsschreiben von Meng Hongwei ist am Sonntag bei Interpol in Lyon eingegangen. Ein Nachfolger soll im November auf einer Konferenz in Dubai bestimmt werden.

Euronews-Reporterin Catherine Hardy war bei der Pressekonferenz in Lyon. Sie meint: "Das Auftreten der Frau des Interpol-Präsidenten hier hinter mir wirft mehr Fragen auf als es beantwortet. Sie fordert die internationale Staatengemeinschaft zum Eingreifen auf - und sie sagtt, sie tue das im Namen all derer, die verschwunden sind. Was sich daraus ergibt, bleibt abzuwarten."

Journalist • Kirsten Ripper

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