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242.000 bei "Unteilbar"-Demonstration in Berlin

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242.000 bei "Unteilbar"-Demonstration in Berlin

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In Berlin haben laut Veranstaltern 242.000 Menschen bei einem Marsch „für eine offene und freie Gesellschaft“ demonstriert.

Im Zentrum der Hauptstadt bot sich ein buntes Bild: Sowohl junge als auch ältere Teilnehmer waren dem Aufruf der Initiatoren gefolgt, darunter auch viele Eltern, die ihre Kinder mitbrachten. Unter dem Motto "Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung" hatte das Bündnis «#Unteilbar» zu dem Protest aufgerufen. Er richtete sich gegen rechte Hetze, Diskriminierung, das Flüchtlingssterben auf dem Mittelmeer und Kürzungen im Sozialsystem. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 900 Beamten im Einsatz und berichtete bis zum späten Nachmittag von keinen größeren Zwischenfällen..

Anschließend setzte sich der Marsch vom Alexanderplatz in Richtung Siegessäule in Bewegung. Die Veranstalter wollten mit der Großdemonstration eigenen Angaben nach ein Zeichen gegen „jegliche Form von Diskriminierung und Hetze“ setzen.

Der deutsche Außenminister Heiko Maas nannte es ein großartiges Signal, dass so viele auf die Straße gehen. «Wir lassen uns nicht spalten - von rechten Populisten schon gar nicht», sagte Maas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). Dagegen unterstützte die Berliner CDU die Demonstration ausdrücklich nicht. Zur Begründung wies ihr Generalsekretär Stefan Evers darauf hin, dass der Anmelder ein Anwalt der «Roten Hilfe» sei, einer Organisation, die «linksextremistische Verbrecher» unterstütze. Zudem werde die Aktion «von vielen anderen dubiosen Organisationen» mitgetragen.

Auch in anderen deutschen Städten gab es am Samstag Aktionen gegen Rechts, Abschiebungen und für Solidarität mit Flüchtlingen. Unter dem Motto «Wir sind mehr» demonstrierten etwa in Frankfurt einige Tausend Menschen auch gegen die AfD. In Hessen wird in zwei Wochen ein neues Landesparlament gewählt. In Karlsruhe gingen rund 2000 Menschen «gegen nationalistische und rassistische Hetze» auf die Straße.

Die Demonstrationen fanden einen Tag vor der Landtagswahl in Bayern statt.