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Wahl-Fiasko für CSU, Freie Wähler und AfD vor SPD

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Die CSU hat bei der Landtagswahl in Bayern wie erwartet herbe Verluste erlitten und ihre absolute Mehrheit verloren. Mehreren Hochrechnungen zufolge büßte die Partei von Ministerpräsident Markus Söder über zehn Prozentpunkte ein und landete bei 37,3 Prozent.

Ministerpräsident Mar´kus Söder räumte zerknirscht ein: "Natürlich ist das heute kein einfacher Tag für die CSU. Wir haben kein gutes Ergebnis erzielt. Wir haben zum Teil ein schmerzhaftes Ergebnis. Und wir nehmen das Ergebnis an, auch mit Demut. Und wir werden aus dem Ergebnis auch Lehren ziehen müssen. Wir müssen es genau analysieren"

Die Sozialdemokraten stürzten ähnlich tief ab und erzielten nach 20,6 Prozent vor fünf Jahren nur noch rund 9.6 Prozent.

Champagnerlaune dagegen bei den Grünen. Sie etablierten sich als zweitstärkste Partei mit mit rund 17,9 Prozent. 2013 waren es nur 8,6 Prozent gewesen.

Die AfD trat erstmals zur bayerischen Landtagswahl an und erreichte auf Anhieb rund 10,7 Prozent.

Die konservativen Freien Wähler platzierten sich mit rund 11,7 Prozent noch vor der Alternative für Deutschland.

Bangen musste die FDP, die mit rund 5,0 Prozent um den Verbleib im Landtag zitterte.

Die Berechnung der Sitzzahl ist wegen des bayerischen Wahlrechts kompliziert. Medien berichteten, eine Koalition aus CSU und Freien Wählern hätte in jedem Fall eine bequeme Mehrheit.

Die CSU stellt in Bayern seit 1957 den Ministerpräsidenten und hat im vergangenen halben Jahrhundert die meiste Zeit mit absoluter Mehrheit reagiert. Söder hatte das Amt des Regierungschefs erst im März von Horst Seehofer übernommen.