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Schon 10.000 Follower: Facebook-Gruppe in Bosnien will beim Auswandern helfen

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Schon 10.000 Follower: Facebook-Gruppe in Bosnien will beim Auswandern helfen

Schon 10.000 Follower: Facebook-Gruppe in Bosnien will beim Auswandern helfen
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Mehr als 10.000 Menschen haben sich einer Facebook-Gruppe angeschlossen, die Menschen aus Bosnien-Herzegowina die Emigration in die EU erleichtern will.

Die "Bewegung Aufbruch" will nach eigenen Angaben denjenigen helfen, die in Europa einen Neuanfang wagen wollen - allen voran in Deutschland. Über die Facebook-Gruppe sollen Informationen zu Wohnungen, Jobs und anderen Landsleuten vor Ort ausgetauscht werden. Das Motto der Gruppe lautet. "Leben. Nicht nur überleben."

"Vorerst wollen wir anonym bleiben"

Die Gruppe "Pokret za dolazak" ist vom eigenen Erfolg überwältigt. Auf Nachfrage von euronews erklärt ein Aktivist: "Wir kamen auf die Idee, da die Lage in unserem Land sehr schlecht ist und wir den Menschen helfen wollen, eine bessere Zukunft für sich und ihre Familie zu finden. Anhand der schlechten politischen Lage, verlassen immer mehr Menschen das Land und suchen ihr Glück in einem anderen europaischen Land. Unsere Idee ist es, den Menschen zu helfen. Wenn man unser Projekt betrachtet, würde ich noch erwähnen, dass das alles humanitär ist.

Wir haben noch immer nicht die Wirtschaftler Deutschlands, wie auch die Arbeitsgeber verschiedener Firmen kontaktiert, da wir noch in der Phase der Registrierung sind, aber auch das werden wir in wenigen Tagen, ich hoffe schon nächste Woche, erledigen. Bis wir nicht mit unserem Registrierungsprozes fertig sind, möchten wir anonym bleiben."

Laut der bosnischen Nicht-Regierungsorganisation UZOPI haben in der ersten Jahreshälfte 18.000 Menschen dem Land den Rücken gekehrt, mehr als im Vorjahreszeitraum.

Auch die Wahlen vor wenigen Wochen dürften die Menschen in Bosnien wohl kaum davon überzeugen, in ihrem Land bleiben zu wollen. Vor allem Nationalisten haben sich (wieder einmal) durchgesetzt, viele Bosnier vertrauen ihren Politikern kaum.

Journalisten aus Bosnien-Herzegowina klagen über zunehmende Gewalt gegen sie. Zuletzt war ein TV-Reporter in Banja Luka zusammengeschlagen worden, der über den nicht geklärten Tod eines jungen Mannes berichten wollte.