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Olivenzweig oder Pfeile? Putin will mit Trump reden

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Olivenzweig oder Pfeile? Putin will mit Trump reden

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Kein Sinneswandel - aber immerhin Dialog: Nach dem ergebnislosen Besuch von US-Sicherheitsberater John Bolton in Moskau, will Wladimir Putin direkt mit US-Präsident Trump über den INF-Abrüstungsvertrag reden.

"Hat der Adler alle Oliven aufgegessen und nur die Pfeile übrig gelassen?"

Wladimir Putin Russischer Präsident

Das Treffen soll im November in Paris stattfinden. Russland will an dem Vertrag festhalten. Zur Illustration seiner Haltung zog Putin folgende Metapher heran: Wenn er sich recht erinnere, zeige das US-amerikanische Staatswappen einen Adler, der in der einen Kralle 13 Pfeile und in der anderen den Olivenstrauch, ein Friedenssymbol, mit 13 Oliven halte.

Seine Frage: Hat der Adler alle Oliven aufgegessen und nur die Pfeile übrig gelassen?

Bolton hingegen bekräftigte nach den Gesprächen in Moskau, Trumps Ankündigung, aus der INF-Vereinbarung auszusteigen. Es gebe eine neue strategische Realität.

Das Problem sei, dass es heute Raketen, die das Abkommen verletzten, in Europa gebe. Nicht der Ausstieg Amerikas aus dem Vertrag sei eine Gefahr, sondern die bereits stationierten russischen Raketen. Bolton sagte außerdem, die formelle Notifizierung über einen US-Ausstieg werde in Kürze versandt.

Dazu euronews-Korrespondentin Galina Polonskaya: "Die erste Frage, die von russischen Journalisten auf der Abschlusspressekonferenz von John Bolton gestellt wurde, betraf den Rückzug der USA aus dem INF-Vertrag. Bolton bestätigte diese Absichten - und schien mit den Ergebnissen der zweitägigen Reise nach Moskau zufrieden zu sein. Der Kreml hält diese Gespräche für keinen Durchbruch, sondern vielmehr ein Signal, dass die Vereinigten Staaten bereit sind, den schwierigen Dialog fortzusetzen."