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Antonio Tajani - ein Italiener zwischen den Stühlen: "Das ist kein Kampf zwischen Brüssel und Rom"

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Antonio Tajani - ein Italiener zwischen den Stühlen: "Das ist kein Kampf zwischen Brüssel und Rom"

Antonio Tajani - ein Italiener zwischen den Stühlen: "Das ist kein Kampf zwischen Brüssel und Rom"
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Keine leichten Zeiten für Italiener in Brüssel. Der Präsident des Europaparlaments, der konservative Politiker Antonio Tajani - von der Berlusconi-Partei FORZA ITALIA - spricht im euronews-Interview mit Tesa Arcilla in Straßburg auch von einem schwierigen Moment für Europa. Seine komplizierte Position zum Streit um den italienischen Haushalt beschreibt Tajani so:

"Ich bin nicht mit der italienischen Position einverstanden, aber ich bin auch nicht einverstanden mit der Sprache der EU-Kommission gegenüber Italien. Ich bin nicht einverstanden, wenn die EU-Kommission sich aggressiv gegen ein Mitgliedsland richtet. Das ist ein schwieriger Moment - für Europa und für die europäischen Institutionen, weil es viele populistische Parteien gibt. Wir müssen ruhig bleiben, den Inhalt des Budgets prüfen und dann entscheiden. Das ist kein Kampf zwischen Brüssel und Rom.

Zum Streit mit dem EU-Gegner Nigel Farage und anderen, die bei der Debatte gelacht hatten, sagt Tajani.

"In diesem Parlament müssen wir Werte und Regeln respektieren. Es ist möglich, gegen die EU zu sein, aber wir müssen andere Meinungen respektieren. Ich respektiere die Leute, die für den Brexit sind, auch wenn ich dagegen bin. Meine Reaktion ist nicht "ha, ha, ha". Das ist kein Zirkus hier, das ist das EU-Parlament und iwr müssen es respektieren."

Vor den Europawahlen im Mai kommenden Jahres wird es wohl noch viele hitzige Debatten geben.