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Jagdsaison in Frankreich: Gefahr für Waldbesucher

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Jagdsaison in Frankreich: Gefahr für Waldbesucher

Jagdsaison in Frankreich: Gefahr für Waldbesucher
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Reuters
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In den letzten Wochen sind in Frankreich mehrere Jagdunfälle in die Schlagzeilen geraten. Häufig endeten diese Unfälle tragisch, so wie am 13. Oktober. Ein in Frankreich lebender Brite war auf dem Mountainbike in Montriond unterwegs, als er in das Visier eines Jägers geriet und erschossen wurde. Der Schütze erklärte in seiner Befragung durch die Ermittler, dass er ein Wildschwein ins Visier genommen hatte.

Eine Woche später wurde im Departement Maas ein Mann während der Jagd von einem anderen getötet. Das Opfer war als Treiber im Gebüsch unterwegs.

Die Häufung solcher Vorfälle wirft Fragen nach dem Zusammenleben zwischen den Jägern und anderen Waldbesuchern auf. Eine neue Online-Petition an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron fordert ein Verbot der Sonntagsjagd. Die Aktion ist ein großer Erfolg: Fast 200.000 Menschen haben das Anliegen des Verbands zum Schutz von Wildtieren (ASPAS) schon unterzeichnet.

Auch lokale Behörden haben bereits Maßnahmen ergriffen. In Jarsy im Departement Savoyen ruft die Stadt Pilzsammler dazu auf, an Jagdtagen eine fluoreszierende Weste zu tragen, um nicht ins Visier von Jägern zu geraten.

Die Jagdsaison in Frankreich dauert von September bis März. Seit 1999 sind laut Daten der Nationalen Jagdbehörde mehr als 3.000 Jagdunfälle passiert, darunter 403 Todesfälle. Häufig seien die Opfer die Jäger selbst oder ihre Begleiter.