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Merkels Botschaft: "Business as usual"

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Merkels Botschaft: "Business as usual"

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Angela Merkel hat am Tag nach ihrer Rückzugsankündigung zwölf Staats- und Regierungschef aus Afrika zu einem Gipfeltreffen in Berlin empfangen. Business as usual war die Botschaft der mächtigsten Frau Europas - oder gar der Welt.

Als aktuelle Vorsitzende der G20-Staaten versprach Merkel Afrika Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro.

Auf ihre Zukunft als Regierungschefin angesprochen, sagte Merkel: "Ich glaube, dass sich an der Verhandlungsposition in internationalen Verhandlungen nichts verändert. Man kann sogar sagen, ich habe so mehr Zeit, mich auf meine Rolle als Regierungschefin zu konzentrieren."

Doch es kommen stürmische Zeiten auf Merkel zu, denn vor allem die innerparteilichen Gegner der Kanzlerin bewerben sich um ihre Nachfolge als CDU-Chefin.

Dazu sagt Florian Eder von Politico: "Wir kennen bisher drei Kandidaten, der eine ist ein Gegner - Jens Spahn, der Gesundheitsminister, ein junger Merkel-Kritiker, er ist erst 38. Eine andere ist Annegret Kramp-Karrenbauer, sie wäre wohl Merkels Wahl, wenn sie die Wahl hätte zu sagen, wer ihr als Parteichefin nachfolgt. Der dritte ist Friedrich Merz, ein Anwalt, der die Politik vor 15 Jahren verlassen hat. Er hat jetzt offiziell seine Kandidatur bekanntgegeben."

Viele Experten bezweifeln, dass Angela Merkel - wie geplant - bis 2021 Kanzlerin bleiben kann. Sigmar Gabriel (SPD) meint, sie werde vor Mai 2019 gehen müssen.

Im ZDF wünschte sich der CSU-Europapolitiker Manfred Weber, die Kanzlerin solle bis 2021 bleiben.