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2 Jahre Haft: Weltmeister Vincenzo Iaquinta in Mafia-Prozess verurteilt

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2 Jahre Haft: Weltmeister Vincenzo Iaquinta in Mafia-Prozess verurteilt

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Der italienische Fußball-Weltmeister Vincenzo Iaquinta ist im bislang größten Mafia-Prozess Norditaliens zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.

Der ehemalige Stürmer von Juventus Turin ist einer von insgesamt fast 150 Angeklagten, die sich seit 2016 vor einem Gericht in Reggio Emilia verantworten müssen.

Dazu der Chef der nationalen Anti-Mafia-Behörde, Staatsanwalt Federico Cafiero de Raho:

"Die Art und Weise, wie die "Ndrangheta" Norditalien durchdringt, ist die gleiche, die sie auch in Kalabrien benutzt. Die kalabrische Mafia hat auch den Kokainverkehr in den niederländischen Häfen Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam unter Kontrolle. Niemand verdient mehr Geld, als diejenigen die hinter der "Ndrangheta" und ähnlichen Mafia-Organisationen stehen".

"Wie kontrollieren sie ausländische Häfen? Nur durch Korruption?"

"In den Niederlanden zum Beispiel haben sie zahlreiche Unternehmen gekauft, die im internationalen Handel mit Blumen tätig sind. In einigen Fällen wurden Säcke entdeckt, die eigentlich zum sammeln der Blätter dienen, aber voller Geld waren".

"In unseren Ermittlungen haben wir überprüft, wie die "Ndrangheta" sich von den Niederlanden aus weiter entwickelt hat. Sie ist nach Deutschland gezogen, hat sie sich in Belgien etabliert und später dann in Rumänien. Dort hat die kalabrische Mafia Unternehmen gegründet, um illigale Aktivitäten zu verschleiern".

"Diese Firmen, die Geschäfte in Italien abwickelten, wurden nach Großbritannien verlegt und nach zwei Jahren geschlossen".

"All dies sollte es für die Strafverfolgungsbehörden schwieriger machen, die Geldströme nachzuvollziehen und einen Hauptverantwortlichen zu identifizieren".