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Teheran: Tausende protestieren gegen die Fortsetzung der US-Sanktionen

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Teheran: Tausende protestieren gegen die Fortsetzung der US-Sanktionen

Teheran: Tausende protestieren gegen die Fortsetzung der US-Sanktionen
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In der iranischen Hauptstadt haben zum Jahrestag der Geiselnahme von Teheran tausende Menschen gegen die Wiederaufnahme schwerer Sanktionen protestiert. Bei der Kundgebung skandierte die Menge "Nieder mit den USA" und "Tod für Israel". Dem Staatsfernsehen zufolge fanden auch in anderen großen Städten ähnliche Veranstaltungen statt.

Bei der Geiselnahme von Teheran 1979 - kurz nach der iranischen Revolution - hatten iranische Studenten 52 US-Diplomaten 444 Tage lang in der besetzen US-Botschaft festgehalten.

Die von den USA verhängten Wirtschaftssanktionen sollen die Öl- und Bankenwirtschaft des Landes schwächen und den Iran zu außenpolitischen Zugeständnissen nötigen.”

"Sanktionen haben immer existiert, wir sind daran gewöhnt. Umso härter sie gegen uns vorgehen, desto stärker werden wir. Das iranische Volk wird beweisen, wie loyal es gegenüber seinem Obersten Führer Ajatollah Chamenei ist, und dass es ihn nicht im Stich lassen wird", sagt diese Teilnehmerin der Kundgebung.

Aus einem lange verhandelten Atomabkommen mit dem Iran waren die USA ausgestiegen. Der Iran hatte sich darin verpflichtet, auf die Entwicklung von Nuklearwaffen zu verzichten, wofür Sanktionen gegen ihn ausgesetzt wurden. Die anderen Unterzeichner des Abkommens, darunter Deutschland, wollen daran festhalten.

Als Begründung für den Ausstieg der USA nannte das Land Irans aggressive Außenpolitik. Die internationale Atomenergiebehörde IAEA hatte zuletzt bestätigt, dass sich der Iran an die Auflagen des Abkommens gehalten habe.