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KMU-Versammlung: Gemeinsam für kleine und mittlere Unternehmen

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KMU-Versammlung: Gemeinsam für kleine und mittlere Unternehmen

KMU-Versammlung: Gemeinsam für kleine und mittlere Unternehmen
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In Österreich hat gerade die KMU-Versammlung 2018 stattgefunden, die jährliche Veranstaltung für kleine und mittlere Unternehmen in Europa. Bei dem Treffen ging es um ihre grundlegende Bedeutung für die Wirtschaft, aber Thema war auch, wie man die Innovationsfähigkeit von KMU verbessern und sie noch wettbewerbsfähiger machen kann.

25 Millionen KMU in der EU sorgen für stabiles Wachstum, schaffen Arbeitsplätze und bilden das Rückgrat der europäischen Wirtschaft. Bei der KMU-Versammlung in Graz haben Experten, Unternehmen und Unternehmerverbände aus der ganzen EU unter dem Motto "Connect. Share.Innovate" gemeinsam an neuen Strategien zur Stärkung der kleinen und mittleren Unternehmen gearbeitet und sich über erfolgreiche Initiativen ausgetauscht

Euronews-Reporter Serge Rombi: "In Europa sind heutzutage 99 Prozent der Unternehmen KMU - zwei Drittel der Arbeitsplätze - und sie erwirtschaften mehr als die Hälfte der Wertschöpfung sprich den Beitrag der Unternehmen zur europäischen Wirtschaft."

Das COSME-Programm der EU

Internationalisierung, Digitalisierung oder die Suche nach Kunden: Das Treffen bot auch die Gelegenheit, daran zu erinnern, dass Start-ups ihre Innovationen finanzieren müssen, um wachsen zu können:

"Über Vermittler decken wir Mechanismen ab, den riskantesten Teil einer Bankgarantie. Im Klartext heißt das, die Bank gewährt Ihnen einen Kredit, den sie sonst nicht bekommen würden", sagt Kristin Schreiber, Direktorin des COSME-Programms und der KMU-Politk.

Der Sunnybag aus Graz

Konkretes Beispiel: der Sunnybag. Der Rucksack ist mit einem Solarmodul ausgestattet, das ein Smartphone, Tablett oder sogar einen Laptop aufladen kann. Entworfen wurde der Rucksack hier in Graz. Das Unternehmen konnte Forschung und Entwicklung, Marketing sowie den Schutz des geistigen Eigentums dank europäischer Mittel finanzieren:

"Die Erfindung ist nur die Idee. Aber wenn sie sich wirklich auf dem Markt verkauft, wenn man wirklich einen Wert schafft, dann kann man von Innovation sprechen", sagt Geschäftsführer Stefan Ponsold.

Seit 2012 wurden weltweit 100.000 Exemplare verkauft. Dieses Unternehmen ist die Nummer 1 in seinem Markt in Europa:

"Es gibt momentan viele große Marken, die mit uns zusammenarbeiten. Und vielleicht findet man die Sunny-Bag-Technologie in zwei, drei Jahren auch bei anderen großen Marken", so Stefan Ponsold.

Das Enterprise Europe Network: Hilfe für Unternehmen

Innovationsfähigkeit bedeutet auch, die richtigen Partner zu finden. Das ist die Rolle des Enterprise Europe Network, das mehr als 4.000 Experten in 600 Organisationen in mehr als 50 Ländern zusammenbringt:

"Sie unterstützen Unternehmen, geben Input: Wie entwickelt man Innovationen? Wie findet man die richtigen Geschäftspartner? Und all das ohne Kosten", so Kristin Schreiber.

Österreichs KMU sind europäische Spitzenreiter

Es ist kein Zufall, dass das Treffen in dieser Region stattfand. Die Steiermark hat fünf Cluster eingerichtet, Ökosysteme für Innovationen, die KMU, Großunternehmen und das Bildungssystem zusammenbringen. Mit konkreten Auswirkungen:

"Jeder zweite Euro wird bei uns in der Steiermark mit Export erwirtschaftet. Das zeigt uns schon, dass wir durch diese Innovationen Betriebe haben, die sich auf dem Weltmarkt behaupten können", sagt Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin für Wirtschaft in der steirischen Landesregierung.

Europäischer Unternehmensförderpreis

In Graz wurden auch die Gewinner des Europäischen Unternehmensförderpreises ("European Enterprise Promotion Awards") ausgezeichnet. Den Großen Preis der Jury gewann ein dänisches Projekt, das Start-ups dabei hilft, internationale Märkte zu erobern. Wir werden das Unternehmen demnächst in unserem Programm Business Planet vorstellen.