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Soros-Uni: Wir wurden rausgeworfen

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Soros-Uni: Wir wurden rausgeworfen

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BERNADETT SZABO
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Im Streit um die Zukunft der Central European University in Ungarn kommt Bewegung. Die vom US-Milliardär George Soros gegründete Hochschule wird ab dem Wintersemester 2019 Schritt für Schritt von Budapest nach Wien umziehen. Studienanfänger müssen sich ab September des kommenden Jahres in Österreich einschreiben. Die älteren Semester studieren in Ungarn zu Ende.

Das ist die Reaktion der Hochschule auf einen monatelangen Streit um neue Auflagen an die CEU. Die Regierung um Ministerpräsident Viktor Orban hatte das Hochschulgesetz für ausländische Lehranstalten verschärft. Obwohl die Soros-Hochschule alle erforderlichen Papiere einreichte, erfolgte keine Anerkennung durch die Regierung in Budapest. Orban wirft dem Holocaust-Überlebenden Soros vor, die Flüchtlingszuwanderung nach Europa zu unterstützen.

"Wir wurden rausgeworfen," kommentiert Universitätsdirektor Michael Ignatieff.

Mehr als zwei Dutzend Nobelpreisträger und Tausende Studenten hatten in den letzten Monaten für den Erhalt der CEU in Budapest demonstriert.

In der Hochschule studieren derzeit 1.200 Master-Studenten und Doktoranden Geistes- und Sozialwissenschaften, BWL sowie Jura. 770 Menschen sind dort angestellt. Die Uni trägt mit 25 Millionen Euro jährlich zur ungarischen Wirtschaft bei.