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Straßburg: Terrorverdächtiger Chérif Chekatt von Polizei erschossen

Straßburg: Terrorverdächtiger Chérif Chekatt von Polizei erschossen
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Applaus für die Polizei

Nach einer zweitägigen Großfahndung hat die Polizei den mutmaßlichen Straßburg-Attentäter Chérif Chekatt getötet.

Er soll für den blutigen Anschlag in der elsässischen Metropole mit drei Toten verantwortlich sein.

Drei Polizisten machten am Donnerstagabend gegen 21.00 Uhr den mutmaßlichen Attentäter im Stadtteil Neudorf auf der Straße aus, wie der französische Innenminister Christophe Castaner berichtete.

Als sie den Verdächtigen verhaften wollten, habe dieser das Feuer eröffnet. Die Polizei habe den Angriff erwidert und den Täter getötet. Anwohner applaudierten den Beamten.

Hier wurde Chekatt nach Angaben der Polizei getötet

Angriff könnte islamistisch motiviert gewesen sein

Der Attentäter hatte am Dienstagabend mitten in der Weihnachtssaison das Feuer in der geschmückten Straßburger Innenstadt eröffnet.

Er habe "Allahu Akbar" gerufen, berichtete Chefermittler Rémy Heitz unter Berufung auf Zeugen.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag für sich. Der Angreifer sei ein Soldat des Islamischen Staates gewesen, meldete das IS-Sprachrohr Amak.

In der Amak-Meldung heißt es, der Angreifer sei Aufrufen gefolgt, Bürger aus den Staaten der Koalition anzugreifen. Damit ist die internationale Anti-IS-Koalition gemeint, die in Syrien und im Irak im Einsatz ist.

Die Echtheit der Nachricht ließ sich zunächst nicht überprüfen - sie wurde aber über die üblichen Kanäle des IS verbreitet.

Die Zahl der Todesopfer des Anschlags war zuletzt von zwei auf drei gestiegen. Ein viertes Opfer sei hirntot, bestätigte die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur.

Innenminister bei Wiedereröffnung des Weihnachtsmarktes dabei

Innenminister Castaner blieb in Straßburg, da er am Donnerstagvormittag bei der Wiedereröffnung des traditionellen Weihnachtsmarkts im Herzen Straßburgs dabei sein wollte.

Der Markt, eine überregional bekannte Touristenattraktion, war nach dem Anschlag aus Sicherheitsgründen geschlossen worden.

Deutsche und französische Behörden hatten im großen Stil mit etlichen Beamten und einem Fahndungsaufruf nach dem polizeibekannten mutmaßlichen Attentäter gesucht.

Die Bundespolizei fahndete im deutsch-französischen Grenzgebiet, auch Spezialkräfte waren im Einsatz. Die französische Polizei hatte ein Fahndungsfoto des radikalisierten Gefährders samt Täterbeschreibung veröffentlicht.

Vielfachtäter Chérif Chekatt

Der vielfach vorbestrafte Chekatt wurde 1989 in eine Familie marokkanischer Migranten geboren. Er hatte sechs Geschwister.

Mit 13 wurde er zum ersten Mal verurteilt. Insgesamt 27 Mal wurde er verurteilt, wegen Gewaltverbrechen, Diebstahl, Einbruch. Auch in Deutschland saß er in Haft.

Frankreich wird seit Jahren vom islamistischen Terror getroffen. Fast 250 Menschen wurden bei verschiedenen Angriffen getötet.