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Vatikan: Die Pressesprecher von Papst Franziskus sind zurückgetreten

Vatikan: Die Pressesprecher von Papst Franziskus sind zurückgetreten
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REUTERS
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Der Sprecher von Papst Franziskus und die Stellvertreterin des Pressesprechers sind zurückgetreten. Greg Burke und Paloma García Ovejero reichten am Silvestertag offiziell ihre Kündigung ein. Der Papst akzeptierte den Rücktritt der beiden.

Schon seit Längerem will der Vatikan seine Kommunikationsabteilung umstrukturieren, um seine Medien zeitgemäßer zu gestalten.

Umstrukturierung der Kommunikationsabteilung des Vatikans

Erst vor zwei Wochen ernannte Papst Franziskus Andrea Tornielli zum Redaktionsleiter der gesamten vatikanischen Kommunikationsabteilung. Tornielli hatte vorher jahrelang für die Zeitung «La Stampa» aus dem Vatikan berichtet. Andrea Monda, bis dahin Religionslehrer an einer Schule, wurde zum Direktor des römischen Beobachters, der vatikanischen Tageszeitung, ernannt. Das Mandat von Tornielli betrifft unter anderem "eine bessere Einbindung der traditionellen Medien in den digitalen" und die Koordination aller Redaktionen der vatikanischen Medien.

Burke und Ovejero treten zurück

Auf Twitter schrieb Burke:

"Paloma und ich treten zum 1. Januar zurück. Wir denken, es ist am besten, wenn der Heilige Vater zu diesem Zeitpunkt des Wandels in der vatikanischen Kommunikation völlig frei ist, ein neues Team zusammenzustellen.“

Zudem schrieb er in einem weiteren Post: "Neues Jahr, neue Abenteuer." Und bedankte sich in einem dritten bei Papst Franziskus. Die Erfahrung als sein Pressesprecher sei faszinierend gewesen. Er schicke dem Papst "eine sehr starke Umarmung".

Der US-Journalist Greg Burke hatte das Amt vor zweieinhalb Jahren als erster Amerikaner übernommen. In Zukunft ersetzt ihn der bisherige Social-Media-Koordinator der Kommunikationsabteilung, der Italiener Alessandro Gisotti.

García Ovejero war die erste Frau in ihrem Amt und hatte vor dem Antritt im Vatikan für das spanische Radio gearbeitet.

Sie schrieb auf Twitter: "Danke, Heiliger Vater, für diese zweieinhalb Jahre! Danke, Greg, für dein Vertrauen, deine Geduld und dein Beispiel."

Der Vatikan steht wegen Missbrauchsskandalen in der Kritik

Mit dem Abtritt der beiden erfahrenen Journalisten muss der Vatikan nun mit einem neuen Team durch stürmische Zeiten schiffen: Derzeit steht die katholische Kirche vor allem wegen Missbrauchsskandalen in verschiedenen Ländern in der Kritik. Dem Papst selbst wird vorgeworfen, nicht genug gegen pädophile Geistliche zu tun. Im Februar findet ein Gipfel zum Thema Missbrauch in Rom statt, der als «historisch» angesehen wird. Der internationale Medienansturm und die Erwartungen werden groß sein - die erste große Herausforderung für das neue Team.