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Die Lebensmittelretter

SirPlus verkauft Lebensmittel, deren Verfallsdaten abgelaufen sind
SirPlus verkauft Lebensmittel, deren Verfallsdaten abgelaufen sind
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Der Berliner Supermarkt SirPlus bietet Obst und Gemüse mit Dellen und Lebensmittel an, deren Verfallsdaten abgelaufen sind. Damit will der Markt einen Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung leisten.

Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft werfen die Deutschen pro Kopf jährlich 55 Kilogramm Lebensmittel weg. Der Name des Supermarktes SirPlus ist vom englischen Surplus, Überschuss, abgeleitet, sagt der Gründer Raphael Fellmer: "Mit SirPlus wollen wir das Lebensmittelretten 'mainstream machen' und allen Menschen ermöglichen, Teil der Lösung zu werden und die Sachen zu retten, die normalerweise weggeschmissen werden,die aber noch bestens genießbar sind."

Das Konzept ist einfach: Alles, was gemeinnützige Organisationen wie 'Die Tafeln' beim Großhändler nicht mitnehmen, kauft SirPlus den Märkten ab.

Berliner Tafel kritisiert das Konzept

Die Berliner Tafel kritisieren das Konzept: "Die Metro sagt, die Tafel zuerst, und erst das, was die Tafel nicht nimmt, geht an andere Organisationen. Das will ich gerne glauben, glaube es aber nicht. Weil ich einfach weiß, dass die anderen auch da sind und auch selbst wenn sie nach uns da sind, frage ich mich, warum denn? Weil, wir hätten ja alles mitgenommen. Es wird uns gar nicht angeboten", so die Vorsitzende der Berliner Tafel e.V. Sabine Werth.

In einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtigenagentur AP sagte die Metro, dass die Berliner Tafel nicht alle aussortierten Lebensmittel abnehme und der Verkauf an den Reste-Supermarkt die Zusammenarbeit mit den Tafeln sinnvoll ergänze, um keine Lebensmittel entsorgen zu müssen.

Initiativen wie der Lebensmittelretter-Supermarkt scheinen anzukommen, vor kurzem hat die Organisationen ihre dritte Filiale in Berlin eröffnet.