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Erdogan: Scharfe Kritik an US-Sicherheitsberater Bolton

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat dem Sicherheitsberater des Weißen Hauses, John Bolton, einen "schweren Fehler" vorgeworfen. Seine Forderungen, die Türkei müsse die kurdischen Kämpfer im Syrienkrieg schützen, seien inakzeptabel, erklärte Erdogan. Bolton hatte gesagt, der Abzug der US-Truppen aus Syrien sei an Bedingungen geknüpft. Unter anderem wollten die USA von der Türkei Sicherheitsgarantien für die in Syrien kämpfenden Kurden.

Bolton ist zu Gesprächen über das Vorgehen im Syrien in Ankara. Ein Treffen zwischen ihm und Erdogan wurde allerdings von der türkischen Seite abgesagt. Wegen der Bemerkungen Boltons, berichten türkische Medien.

US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, die USA würden sich aus Syrien zu gegebener Zeit zurückziehen, weiterhin jedoch gegen den Islamischen Staat kämpfen.

Erdogan schrieb in einem Gastkommentar in der Zeitung "New York Times", der Abzug der US-Truppen aus Syrien könne nur mit Hilfe der Türkei durchgeführt werden. Alle Beteiligten müssten ihre Kräfte bündeln, um den Terror des Islamischen Staates zu beenden und die territoriale Intergrität Syriens zu bewahren.