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Fahrdienste Uber und Cabify künftig nicht mehr in Barcelona verfügbar

Fahrdienste Uber und Cabify künftig nicht mehr in Barcelona verfügbar
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Die Online-Fahrdienst-Vermittler Uber und Cabify sind zukünftig nicht mehr in Barcelona verfügbar. Grund ist ein neues Gesetz der katalanischen Regionalregierung, nach der die Fahrgäste ihre Reise 15 Minuten vor Abfahrt bestellen müssen. Durch diese Einschränkungen sei man gezwungen, den Betrieb in Barcelona einzustellen, teilten beide Dienste auf Twitter mit.

Fernando Gatell, Generaldirektor Vector Ronda:

"Die Taxis haben die Stadt Barcelona unter ihre Kontrolle gebracht. Sie haben eine Schlacht gewonnen, weil sie die Politiker dazu gebracht haben, ein maßgeschneidertes Gesetz zu verabschieden".

In der Hauptstadt Madrid ging der Taxifahrer-Streik mit täglichen Protestkundgebungen weiter. Die sogenannten «Taxistas» fordern von der Regionalregierung in Madrid ähnliche Maßnahmen, wie sie die katalanischen Behörden beschlossen hatten.

Albert Balast, Taxifahrer:

"Wir haben die Schlacht nicht gewonnen, aber ein Gefecht. Mal sehen, wie lange es noch dauert. Wenigstens werden wir für eine Weile entspannter sein, aber wenn die Regierung wechselt, werden wir sehen. Es gibt viele Interessen und Korruption dahinter ".

Experten sind der Meinung, dass die Regierungen einen "friedlichen" Übergang zwischen beiden Anbietern fördern sollten:

Prof. David Orteg, EADA Business School:

"Auf der einen Seite haben wir die Taxis, mit einem veralteten und traditionellen Modell, die sich stark für die Lobbyarbeit einsetzen und den Kunden viele Probleme bringen. Auf der anderen Seite können Firmen wie Uber mit ihrem Geschäftsmodell einen maximalen Marktanteil erreichen. Für den Gesetzgeber ist es dann schwierig, Entscheidungen zu treffen."

Niemand weiß, wie lange die Taxis die einzigen Fahrdienste sein werden, die in Barcelona unterwegs sind. Plattformen von Mietwagen werfen der katalanischen Regionalregierung vor, ihnen versprochen zu haben, die vereinbarten 15 Minuten Wartezeit nicht einzuhalten, wenn sie das Dekret akzeptieren.