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EU-Direktive soll Whistleblower schützen

EU-Direktive soll Whistleblower schützen
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Menschen, die einen Fall von Korruption enthüllen, müssen bisweilen mit ernsten Konsequenzen rechnen.

Das Leben dieser spanischen "Whistleblower" wurde zum Alptraum.

Luis Segura war Soldat. Nachdem er einen Fall gemeldet hatte, wurde er aus der Armee entlassen und fand nie wieder eine Arbeit.

"Ich habe wirklich eine harte Zeit erlebt. Ich musste im Auto schlafen, ich hatte nicht genug zu essen und war 139 Tage lang hinter Gitter.

Während der Haft wurde ich isoliert, und all das ohne einen richterlichen Beschluss."

Ana Garrido war Beamtin und enthüllte einen der größte Korruptionsfälle in Spanien.

Ich musste zeitweise das Land verlassen und fühlt sich geächtet, selbst von der Justiz.

"Ich hatte weder Untersützung von den Gewerkschaften noch von meinen Kollegen. Viele von ihnen logen sogar vor Gericht.

Sogar die Justiz ließ mich fallen, selbst als ich Morddrohungen bekam. Man sagte mir, ich sei nicht schutzberechtigt."

Segura und Garrido gehörten zu einer Gruppe von Whistleblowern, die sich im Europäische Parlament für ihre Sache stark machte.

Die Gruppe will eine EU-Direktive, die Whistleblower schützt und sichere Aussagemöglichkeiten bietet.

"Wir müssen ihre Anonymität schützen und sicherstellen, dass sie keine persönlichen Angriffe erleiden", sagt Jordi Sole, Europa-Abgeordneter der spanischen Grünen.

"Diejenigen, die sie einschüchtern, müssen wir bestrafen."

Es gibt in Europa eine Reihe prominenter Fälle, die ohne Whistleblower nicht ans Licht gekommen wären.

Die EU-Direktive soll die, die aussagen, schützen.

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