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Katalonien: Madrid mag nicht mehr mit Barcelona reden

Katalonien: Madrid mag nicht mehr mit Barcelona reden
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Von Frank Weinert
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Zuletzt hatten sich Madrid und die Regionalregierung in Barcelona angenähert. Von Zugeständnissen war die Rede, unter anderem sollte Katalonien mehr Geld bekommen. Nun sind die Fronten wieder verhärtet. Es droht ein Rückfall in Konfrontation und Gewalt.

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Quim Torra war im Gefängnis. Für den Präsidenten der katalanischen Regionalregierung war es nur ein Aufenthalt von ganz kurzer Dauer. Er hatte katalanische Unabhängigkeitsführer besucht, die seit Ende 2017 in Untersuchungshaft sind. Kommenden Dienstag sollen die Prozesse gegen sie vor dem Obersten Gerichtshof Spaniens beginnen.

Nicht weniger beschäftigt haben dürfte Quim Torra die Nachricht, dass Madrid keine Gespräche mehr mit katalanischen separatistischen Parteien führen will. Er setzt weiter auf Dialog: "Wir haben den Ministerpräsidenten ermutigt und eindringlich an ihn appelliert, diesen Dialog fortzusetzen und den politischen Konflikt in Katalonien zu lösen."

Statt dessen hat nun erst einmal die Justiz das Wort. Ab Dienstag müssen sich ehemalige katalanische Regionalpolitiker, Minister und Funktionäre in Madrid vor Gericht verantworten - unter anderem wegen Separatismus. Eine Abspaltung einer Region von Spanien sieht die Verfassung nicht vor. Das Unabhängigkeitsvotum vom 1. Oktober 2017 wird daher nicht anerkannt.

Zuletzt hatten sich Madrid und die Regionalregierung in Barcelona scheinbar angenähert. Die Regierung sei zu Zugeständnissen bereit gewesen, darunter eine größere finanzielle Unterstützung für Katalonien. Nun sind die Fronten wieder verhärtet. Es droht ein Rückfall in Konfrontation und Gewalt.

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