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Khashoggi-Verlobte setzt auf UN-Ermittlerin

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Die Verlobte des ermordeten saudischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi hat kritisiert, dass seine Leiche immer noch nicht gefunden worden sei.

Bei der Vorstellung eines auf Türkisch geschriebenen Buches über Khashoggi in Istanbul sagte Hatice Cengiz: «Es ist wichtig für uns, dass die Leiche gefunden wird, dass wir einen Ort haben, an dem seine Lieben ihre Gebete sprechen können».

Khashoggi war im Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul von
einem aus Saudi-Arabien angereisten Spezialkommando ermordet worden.

UN-MENSCHENRECHTSEXPERTIN

Zu der Untersuchung des Falls durch die UN-Menschenrechtsexpertin
Agnes Callamard, die jüngst mehrere Tage in Istanbul verbracht hatte,
sagte Cengiz:

"Ich bin optimistisch, ich meine, Callamard ist aufrichtig. Wir haben viel darüber gesprochen, als sie hier in Istanbul ankam. Bis jetzt hat sich die UNO für den Fall kein Bein ausgerissen. Aber ich bin hoffnungsvoller für die kommenden Zeiten."

Callamard hatte Saudi-Arabien vorgeworfen, die Aufklärung des
Mordes zu behindern. In dem Königreich läuft ein Prozess gegen insgesamt elf Angeklagte. Mohammed bin Salman, der als starker Mann und künftiger Herrscher des Landes gilt, soll einem Bericht zufolge («New York Times») rund ein Jahr vor dem Tod des regimekritischen Journalisten dessen Ermordung erwogen haben.

In einem von US-Geheimdiensten abgehörten Gespräch habe er demnach gedroht, er werde Khashoggi «mit einer Kugel» verfolgen, sollte der Journalist nicht ins Königreich zurückkehren und seine Kritik an der Regierung einstellen.

su