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Schuldspruch für "El Chapo": US-Gericht verkündet Urteil für Joaquin Guzman

Schuldspruch für "El Chapo": US-Gericht verkündet Urteil für Joaquin Guzman
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REUTERS/Jane Rosenberg
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Der mexikanische Drogenboss Joaquín Guzmán alias "El Chapo" ist in seinem Strafprozess schuldig gesproche worden und muss lebenslang hinter Gitter. Die Jury eines New Yorker Gerichts befand den 61-Jährigen in allen zehn Anklagepunkten für schuldig. Bereits für die Beteiligung an einer Verbrecherorganisation schreibt das Strafgesetzbuch der USA lebenslange Haft vor.

Guzmán kann keinen Antrag auf vorzeitige Entlassung stellen und dürfte damit bis zu seinem Tod im Gefängnis bleiben. Die Staatsanwaltschaft hatte in dem zweieinhalb Monate dauernden Verfahren umfangreiches Beweismaterial vorgelegt und 50 Zeugen befragt.

Die nach US-Bundesrecht zulässige Todesstrafe ist nach einer Absprache zwischen Mexiko und den USA ausgeschlossen. Die Geschworenen hatten sich in der ersten Woche ihrer Beratungen nicht auf ein Urteil einigen können.

Guzmán stand unter anderem wegen der "Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung" vor Gericht. In Die weiteren Anklagepunkte drehten sich um die Herstellung und internationale Verbreitung von Kokain, Heroin, Methamphetamin und Marihuana sowie den Gebrauch von Schusswaffen und Geldwäsche.

Guzmán sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis in Manhattan ein. In Mexiko war ihm zwei Mal die Flucht aus schwer gesicherten Haftanstalten geglückt.